Bereit zum riesigen Techno-Festival

<strong>Die Hauptbühne wird montiert</strong>, es gibt ab heute Abend acht Floors mit allen nur denkbaren Musikrichtungen zu erleben.
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Die Hauptbühne wird montiert, es gibt ab heute Abend acht Floors mit allen nur denkbaren Musikrichtungen zu erleben.

svz.de von
12. Juli 2012, 07:55 Uhr

Neustadt-Glewe | Wer nicht dort gewesen ist, der wird es sich kaum vorstellen können. Gleich einer Zauberstadt in der Wüste haben dutzende Techniker und noch einmal so viele Helfer auf der riesigen Waldlichtung bei Neustadt-Glewe direkt neben dem Flugplatz eine Traumwelt hingebaut: die Welt der elektronischen Musik. Airbeat One heißt es zum elften Mal, weil das Techno-Festival direkt neben dem Flugplatz stattfindet, der seinen Betrieb auch nicht unterbrechen wird.

Vater, Ideengeber, Organisator und Finanzier im Risiko ist der Lübtheener Sebastian Eggert. Es begann vor elf Jahren mit einer vergleichsweise bescheidenen Bühne und 2000 Gästen. Seitdem ist es rasant aufwärts gegangen. Nunmehr wird mit mindestens 14 000 gerechnet, es könnten aber auch leicht mehr werden. Denn aufgefahren wird auf allen Ebenen wirklich vom Feinsten. Vor allem bei den Künstlern haben die Organisatoren ins oberste Regal greifen können, was es in dem Bereich der Musik überhaupt gibt. Weil ein Festival in Ungarn ausfiel und er plötzlich Zeit hatte, kommt nun mit DJ Sven Vaith einer der Gottväter des Techno persönlich vorbei. "Kein Geringerer als DJ-Legende Sven Väth wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen seiner seltenen Festivalauftritte im Norden machen. Kurzfristig und völlig unverhofft können wir dieses grandiose Booking für 2012 offiziell bestätigen. Sven Väth ist der wohl legendärste deutsche DJ und Gründer des Labels Cocoon, das in diesem Jahr auch mit einem eigenen Floor bei uns vertreten sein wird", heißt es dann auch überschwänglich in einer Pressemitteilung.

Doch Vaith steht nur an der Spitze der Hochkarätigen, die ab heute Abend praktisch ohne Pause geboten werden. Allein die Gruppe "Deichkind" wäre schon ein Extrakonzert wert. Mit dabei ist mit Fritz Kalkbrenner auch ein Shootingstar, der es mit seinen Stücken auch schon in die Main-Stream-Hits geschafft hat.

Dazu der Aufwand mit riesigen Zelten, die jeweils Tausende aufnehmen können, zahllosen Bars, einem aufpeppten VIP-Bereich, extra abgesperrtem Campingplatz - ab heute trifft sich hier die Jugend des Nordens zum Tanzen, Hören und erleben. Allein der Aufbau des Ganzen mit den vielen elektronischen Spielereien, die heute Standard sind, dauert mehr als eine Woche. Wenn die Party dann offiziell heute Abend um 20 Uhr beginnt, werden von den Barmädchen über die Security bis hin zum Techniker mehr als 300 Leute ständig im Einsatz sein, damit alles läuft.

SVZ verlost Freikarten und auch VIP-Tickets für Airbeat One

Tausende Karten sind in den vergangenen Wochen schon über die Tresen gegangen. SVZ hat in enger Kooperation mit den Organisatoren noch ein paar Freikarten erhalten, die man heute gewinnen kann. Es gibt dreimal zwei Freikarten für das komplette Festival und als Extraanreiz zwei einzelne Karten für den VIP-Bereich. Wer mitmachen will, muss bis heute 16 Uhr eine E-Mail an nien@svz.de abschicken und wird dann im Gewinnfall kurzfristig benachrichtigt. Der Rest läuft dann über die Spezial-Gästeliste. Handynummer nicht vergessen. Bei der Aktion ist der Rechtsweg natürlich ausgeschlossen.

Auch wer seine Tickets bezahlen muss, kann sich auf vieles freuen, es gibt acht Floors, in denen unterschiedlichste Musikrichtungen geboten werden, z. B. Hard Style, Goah, Cocon. Hardcore, Trance, Handsup, um nur einige zu nennen. Die Liste der auflegenden DJ’s ist genauso endlos wie das übrige Angebot, es gibt auch Ecken für die, die es etwas leiser mögen.

Einzige Unsicherheit bei der Riesenaktion bleibt das Wetter. Dennoch glaubt Sebastian an den nächsten Erfolg in der Airbeat-Kette. Mit dem Festival im Norden will er in absehbarer Zeit zu den Großen aufschließen: "Nature One" oder "Sonne Mond und Stern" zählen zu den Vorbildern und das nicht nur nach der reinen Zahl der Besucher.

In Sachen Aufwand und Promotion ist die Truppe von Music Eggert schon ziemlich weit oben angekommen. Allein für die Stromversorgung sind 18 teils gigantische Stromaggregate nötig, fünf Kilometer Bauzaun mussten zur Absicherung des Geländes aufgestellt werden. Die Fläche in den Zelten bemisst sich auf 6000 Quadratmeter und mehr. In der Endphase wirbelten mehr als 80 Mann beim Aufbau dieser Technostadt am Flugfeld. Für die Mutigen gibt es einen Fesselballon, der in 60 Meter Höhe aufsteigen wird, ein Feuerwerk ist geplant, und es geht die Nächte durch. Oberstes Ziel: Es soll allen Spaß machen, denn trotz des hohen Aufwandes kann so ein Fest nur Erfolg haben, wenn alle wiederkommen .

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