Kaarßen : Beim Schrauben Technik verstehen

Lukas (v.l.) , Patrick, Diedrich Gehrke und Horst Strebel vor dem S 4000.  Fotos: Maria Nielsen
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Lukas (v.l.) , Patrick, Diedrich Gehrke und Horst Strebel vor dem S 4000. Fotos: Maria Nielsen

Projekt für Jugendliche des Vereins Oldtimer- und Lanz-Bulldog Freunde Kaarßen ist angelaufen /Schüler haben Spaß beim Werkeln

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20. November 2015, 00:36 Uhr

Die Mutter lösen, wieder strammer stellen und dann überprüfen. Drei Jungs aus der achten Klasse der Oberschule, Max, Hannes und Markus beugen die Köpfe über den Dieselmotor und lernen, wie man ein Ventil einstellt. Klaus Witte erklärt und fragt nach und ist darauf bedacht, dass auch wirklich was hängen bleibt. „Jeder muss da mal ran, denn nur wenn man es ein paar Mal gemacht hat, sitzt es auch“, so Witte.

Die drei Jungs gehören zu der Gruppe von neun Schülern, die beim Projekt „GT 124“ des Vereins Oldtimer- und Lanz-Bulldog-Freunde Kaarßen mitmachen und einmal in der Woche nach Kaarßen zum Schrauben kommen. „Die Jugendlichen sollen an die alte Technik herangeführt werden, lernen, wie sie funktioniert und auch sehen, wie sich die Technik im Laufe der Zeit verändert hat“, so Heinrich Rücker. Der Verein hatte mit seinem Projekt bei der Förderinititative „Das tut gut“ der Sparkasse Lüneburg mitgemacht und eine finanzielle Unterstützung für sein Projekt gewonnen (SVZ berichtete).

In der anderen Halle stehen Patrick und Lukas aus der neunten Klasse vor einem alten Lastwagen, einem S 4000 und schauen Diedrich Gehrke zu, der versucht, eine herunter gefallene Schraube aus dem Motorraum zu fischen. Genau wie den drei anderen macht es auch Patrick und Lukas Spaß, hier mitzumachen. Sie wollen unbedingt dabei bleiben.

Ziel des Projektes ist es, das ein GT 124, ein Geräteträger und Nachfolger vom RS 09, der sich bis auf den Platz für die Batterie noch im Originalzustand befindet, wieder flott gemacht wird. Mit allem was dazu gehört, einschließlich ansprechender Lackierung. Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg.

Vorerst lernen die Jungs grundsätzliche Dinge, wie eben die Einstellung des Ventils beim Dieselmotor. Zwischendrin gibt es eine „Belohnungsrunde“ mit dem Rasentraktor über das Gelände. Das Projekt wird unter anderem auch von der Kirchengemeinde Neuhaus unterstützt, die für die Fahrt nach Kaarßen den Bus zur Verfügung stellt. „Dafür sind wir dankbar“, betont Heinrich Rücker.

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