Künstler laden ein : Bei jedem küsst die Muse anders

Friderike Rave und Matthias Bargholz, beide aus Drönnewitz, gehören zu den zahlreichen Künstlern der Region, die sich am Pfingstwochenende über die Schulter schauen lassen.
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Friderike Rave und Matthias Bargholz, beide aus Drönnewitz, gehören zu den zahlreichen Künstlern der Region, die sich am Pfingstwochenende über die Schulter schauen lassen.

Künstler der Region bereiten sich für „Kunst offen“ am Pfingstwochenende vor. Besucher bekommen viele Einblicke in Ateliers

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30. Mai 2017, 08:00 Uhr

Die Künstler aus Westmecklenburg bereiten sich auf das Pfingstwochenende vor. Dann heißt es wieder Kunst offen. Überall laden Maler, Grafiker, Filzer, Fotografen, Bildhauer und sehr viel mehr Künstler in ihre Ateliers ein, um den Besuchern einen Einblick in ihre Arbeit zu geben.

Zu den zahlreichen Kreativen aus der Region gehört Friederike Rave, die ihr Atelier in der Alten Molkerei in Drönnewitz, in der Teichstraße 3, hat. Sie ist in diesem Jahr nicht im Flyer des Tourismusverbandes zu finden, wie sie selbst sagt. Dennoch freut sich die Künstlerin auf die Besucher von Sonnabend bis Montag in der Zeit von 10 bis 18 Uhr. Zu sehen sein werden bei ihr neue Werke.

„Ich habe Arbeiten zum Thema ,Schöpfung’ vorbereitet, die ich den Besuchern zeigen möchte. Im kommenden Jahr wird es nämlich einen Kalender geben. Die Originale zu den einzelnen Monaten sind große Aquarelle, und ich bin gespannt, wie die Betrachter die Bilder sehen. Es gibt außerdem Stillleben, Engel, und alle in verschiedenen Techniken. Bei mir gibt es außerdem einen Büchertisch zu sehen mit den Kinderbüchern, die ich gestaltet habe“, ist von der Malerin und Grafikerin zu erfahren.


Hautnah erleben, wie ein Buch gestaltet wird


Dabei können die Gäste der Illustratorin beispielsweise hautnah miterleben, wie das so geht mit der Gestaltung eines Kinderbuches. „Ich bin gerade an einer Weihnachtsgeschichte dran. Ich muss jetzt wieder, bei sommerlichen Temperaturen, Schnee bedeckte Berge malen. Aus dem vergangenen Jahr weiß ich, dass es die Besucher sehr interessant finden, wenn sie sehen, wie ein Bilderbuch entsteht. Wie sehen die Originale aus, was muss ich beachten ...“, ist weiter zu erfahren. Die Gastgeberin will mit gelben Kunst-offen-Schirmen auf ihren Standort aufmerksam machen, damit Interessierte nicht vorbeifahren. Denn in Drönnewitz, in der dortigen Lindenstraße 7 hat der Maler und Grafiker Matthias Bargholz sein Atelier. Er lädt auch von Pfingstsonnabend bis -montag in der Zeit von 10 bis 18 Uhr die Gäste in sein künstlerisches Refugium ein. Auch er macht mit einem Aufsteller die Besucher auf seine Adresse aufmerksam, so wie es sicherlich die meisten Künstler auch in diesem Jahr praktizieren werden.

„Meinen Besuchern werde ich figurativ abstrakte Motive zeigen, natürlich sind aber auch wieder Landschaftsmotive dabei. Angeregt durch die gelben Rapsfelder und die blühenden Kastanien können sich die Kunstfreunde doch auf das eine oder andere Motiv freuen. Wenn wir gerade jetzt, wo die Natur so üppig mit Formen und Farben lockt, mit offenen Augen durch die Landschaft gehen, dann sehen wir doch die vielen Motive. Besonders Motive aus der Schaalseeregion haben es mir angetan. Bei schönem Wetter wird es bei mir im Garten wieder eine große Stellwand geben, an der in diesem Jahr sicherlich Landschaftsbilder zu finden sein werden. Es sind selbstverständlich auch abstrakte Motive dabei“, ist vom Künstler zu erfahren, der auch in diesem Jahr zudem spezielle Sommermalkurse anbietet (SVZ berichtete).


Spinnstübchen in alter Scheune in Kuhstorf


Als sichtbares Zeichen für „Kunst offen“ locken am Pfingstwochenende gelbe Schirme auch zur alten Scheune nach Kuhstorf-Eichhof. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde nach jahrelangem Leerstand restauriert. Eine Besonderheit ist beispielsweise ein gut erhaltener Pferdegöpel, einer der letzten seiner Art in Mecklenburg. Diente die Scheune früher als Lagerplatz für Heu und Stroh, so ist sie heute zum Spinnstübchen geworden, ist von Georg Baumgart aus Kuhstorf zu erfahren. Dort ist dann Roswitha Lindow zu finden, die Spinnen, Stricken und Filzen als Hobby hat. Am Pfingstwochenende, Sonnabend und Sonntag, ist das „Spinnstübchen“ in der Zeit von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Zu sehen ist u.a. handgesponnene Wolle in verschiedenen Farben, handgestrickte Unikate, wie u.a. Socken, Besucher- und Babyschuhe.

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