Neuhaus : Bei deutscher Meisterschaft dabei

Jan Henke (v.l.n.r.), Nele Stöckmann, Christina Bagunk und Dominik Grimm in Bayrisch Eisenstein.
Jan Henke (v.l.n.r.), Nele Stöckmann, Christina Bagunk und Dominik Grimm in Bayrisch Eisenstein.

Drei Nachwuchsbiathleten des Schützenvereins Neuhaus-Carrenzien erzielten in Bayrisch Eisenstein grandiose Erfolge

23-11367780_23-66107384_1416391961.JPG von
22. August 2015, 11:58 Uhr

Erst im Mai waren sie angefangen, Sommerbiathlon zu trainieren, zwölf Schüler das Schützenvereins Neuhaus-Carrenzien. Vom befreundeten KKSV aus Wendisch Evern, den man vom Lichtpunktschießen her gut kannte, kam der Tipp, es doch auch einmal mit Sommerbiathlon zu versuchen. Nach einem offenen Wettkampf in Wendisch Evern , wo die jungen Sportler aus Neuhaus gute Leistungen zeigten, ging es weiter zu den Landesmeisterschaften des Nordwestdeutschen Schützenbundes in Adelheide und hier qualifizierten sich vier Schüler - Jan Henke, Nele Stöckmann, Jan Hendrik Oortmann und Dominik Grimm - für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Sommerbiathleten in Bayrisch Eisenstein. Jan-Hendrik Oortmann verzichtete auf seine Teilnahme, denn der Jungschützenkönig hielt beim Schützenfest in Neuhaus die Stellung. Die anderen drei erreichten in ihrer Altersgruppe, der jüngsten, beachtliche Platzierungen

Hans-Joachim Andrews, der die Schüler trainiert, ist die große Freude über diesen außergewöhnlichen Erfolg immer noch anzusehen. „Damit konnte ja keiner rechnen. Es war sehr aufregend für die Kinder und es hat einen Riesenspaß gemacht.“ Und das mit nur einem eigenen Gewehr. Eines zweites konnte vom KKSV geliehen werden und das dritte stellte Christina Bagunk zur Verfügung, die auch sehr gute Leistungen zeigte, aber sich für die Deutsche Meisterschaft noch nicht qualifizieren konnte.

Für die Finanzierung des ersten Gewehres hatte Andrews Klinken geputzt und um Spenden bei örtlichen Betrieben und der Raiffeisenbank gebeten und bekommen. So ein Luftdruckgewehr ist mit 2500 Euro nicht ganz billig. Der Trainer hofft, dass mit diesem außergewöhnlichen Erfolg auch wieder Geld zusammenkommt, um wenigstens ein oder zwei weitere Gewehre kaufen zu können. Denn die Sommerbiathlongruppe besteht immerhin aus 12 Teilnehmern. Eine zweite Gruppe mit weiteren zwölf Teilnehmern schießt mit dem Lichtpunktgewehr. Das sei aber absolut nicht vegleichbar, so Andrews, denn das Luftdruckgewehr ist schwerer und präzieser.

Sommerbiathlon ist eigentlich wie das bekannte Biathlon im Winter, nur ohne Schnee. Die Sportler (in der Altersgruppe der Schüler) laufen eine Runde von 2400 Metern, greifen sich ihr Gewehr, gehen zum Schießstand, schießen, laufen eine weitere Runde, schießen wieder und schließen mit einer dritten Runde ab. Geschossen wird einmal stehend und einmal im Liegen. Wer vorbeischießt muss eine kleine Strafrunde laufen. Es sind also Schnelligkeit beim Laufen und eine hohe Konzentration beim Schießen erforderlich.

Es sei noch Luft nach oben, meint Hans-Joachim Andrews und freut sich, genau wie sein Schützlinge, auf künftige Wett kämpfe und da ist hoffentlich auch die Teilnahme an den nächsten Deutschen Meisterschaften dabei.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen