Neuhaus : Begegnungsstätte am Bahnhof?

Kann gemietet oder auch gekauft werden.
Kann gemietet oder auch gekauft werden.

CDU lässt Antrag prüfen, das ehemalige Sozialkaufhaus anzumieten und für Jugend- und Flüchtlingsarbeit zu nutzen

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24. September 2015, 13:21 Uhr

Für die offene Jugendarbeit gibt es keinen Raum. Für die Flüchtlinge gibt es keinen Raum, in dem man sich treffen könnte. Für gespendete Kleidung, Mobiliar und Hausrat gibt es nur einen Raum, in dem die Sachen bald verschimmeln.

In der Bahnhofstraße steht ein Gebäude, das ehemalige Sozialkaufhaus, das gut in Schuss ist, über mehrere Räume verfügt und das man mieten oder kaufen kann. Die CDU-Fraktion findet, dass man Bedürfnisse und vorhandene Möglichkeiten doch gut zusammenführen könnte und stellte den Antrag, die Räumlichkeiten für Jugend- und Flüchtlingsarbeit zu nutzen. Der Antrag wurde in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Schule und Soziales von der Ausschussvorsitzenden Daniela Weidler erläutert. Man hat sich alles angesehen und mit dem Vermieter gesprochen, Sabine Wittkopf hatte ein schlüssiges Konzept geschrieben.

Heike Stoll (Linke) konnte sich gut vorstellen, dass die Örtlichkeit geeignet sei. Bürgermeisterin Grit Richter kritisierte, dass der Antrag zu den Kosten wenig gesagt hätte. Wer solle die tragen“?


„Landkreis müsste mit ins Boot“


„Ohne die Mithilfe des Landkreises geht es nicht“, so Daniela Weidler. Man müsse mit dem Landkreis reden. So würde die offenen Jugendarbeit ja wieder durch den Landkreis finanziell unterstützt. Auch der Internationale Bund (IB) als Sozialraumträger bräuchte noch einen Raum und vielleicht hätten Vereine Interesse. „Es muss auch eine sozialpädagogische Stelle geschaffen werden, es kann nicht sein, dass immer mehr Asylbewerber kommen und die Betreuung dem Ehrenamt überlassen wird. Ich glaube, es ist an der Zeit, mehr zu fordern“, so Weidler.

Bürgermeisterin Richter erläuterte, welche finanziellen Mittel für die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge zur Verfügung stünden. „Die Mittel sind gedeckelt“, gab sie zu bedenken. Sie sei der Netzwerkinitiative sehr, sehr dankbar für die soziale Arbeit, die ehrenamtlich geleistet wird. Die Verwaltung habe aber keinen weiteren Spielraum. Manfred Ickert (FDP) bezweifelte, dass eine Anmietung genehmigt werden würde und fragte, ob nicht wenigstens für die Lagerung von Spenden ein trockener Raum zur Verfügung stünde. Auch Richter betonte, dass die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde nicht gesprengt werden dürften, aber alles stehe und falle mit dem Willen der Politik, der geäußert werden müsse. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, mit dem Antrag der CDU an den Landkreis heranzutreten.

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