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Hagenower Kreisblatt

17. Dezember 2017 | 22:40 Uhr

Popelau : Baum gefällt in fremdem Garten

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Doris Graefe aus Popelau ist fassungslos über den „Baumfrevel“, der innerhalb ihrer Grundstücksgrenzen begangen wurde

svz.de von
erstellt am 13.Feb.2016 | 16:04 Uhr

Doris Graefe aus Popelau traute ihren Augen nicht, als sie am Mittwochnachmittag in ihren Garten ging. Eine Ulme lag gefällt auf und vor ihrem Grundstück. „Es muss am Dienstag passiert sein. Ich bin am Abend nach Hause gekommen, da war es bereits dunkel und da ist mir noch nichts aufgefallen. Auch am Mittwochvormittag war ich wieder unterwegs und mittags dann habe ich gedacht, ich muss mich täuschen, das kann doch nicht sein, was ich da sehe.“ Der Baum steht in der nördlichen Ecke des Gartens innerhalb ihrer eingezäunten Grundstrücksgrenze. Die zersägten Stammteile liegen nun außerhalb des Zaunes und die Krone und Geäst auf dem Zaun.

Doris Graefe ist fassungslos. Vor 20 Jahren zogen ihr Mann und sie nach Popelau und legten dann auch den Garten an. „Die Ulme hat mein Mann gepflanzt, die ist sicher älter als 15 Jahre. Und er hat den Baum auch regelmäßig beschnitten, so dass er nicht ein anderes Grundstück verschattet. Das war ein ganz gesunder, kräftiger Baum.“ Ekkehard Graefe ist inzwischen verstorben. Auch deshalb schmerzt sie der „Baumfrevel“ besonders. Auf eine Anzeige gegen Unbekannt will sie aber vorerst verzichten und sich von dem Vorfall auch nicht zu sehr runter ziehen lassen. „Ich will hier eigentlich nur mit allen in Frieden leben“, so die ehemalige Lehrerin. Doris Graefe ist vielen Menschen im Amt Neuhaus durch ihr ehrenamtliches Engagement in Schule und Hort und von Beginn an auch in der Flüchtlingshilfe bekannt. Sie will keinen Streit, mit niemandem.


Schnittgut und Stämme bleiben liegen


Gestern kam Peter Boje vorbei, der ihr bei der Gartenpflege hilft. „So etwas ist mir auch noch nicht untergekommen“, so Boje. Er fragte Doris Graefe dann auch, ob er Stämme, Krone und Geäst weiter zerkleinern und entsorgen soll. Aber das will die Popelauerin gerade nicht. „Ich habe meinen Baum nicht gefällt, soll doch derjenige, der das gemacht hat, das tun. Ansonsten bleibt es da liegen, bis alles verrottet ist.“

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