Redefin : Baugrube nervt Anwohner

Seit drei Monaten klafft direkt neben Gerhard Abels Gartenzaun ein großes Loch in der Straße.
Seit drei Monaten klafft direkt neben Gerhard Abels Gartenzaun ein großes Loch in der Straße.

Arbeiten an Warmwasserleitung in Redefin zögern sich durch Versicherungsstreit hinaus. Schadensregulierung bisher nicht geklärt

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22. Februar 2019, 05:00 Uhr

Er war zunächst gar nicht betroffen. An die Warmwasserleitung, die direkt neben seinem Haus in der Langen Reihe verlegt ist, ist er nicht angeschlossen. Doch nun hat Gerhard Abel aus Redefin mit eben dieser ein Problem, beziehungsweise mit Arbeiten, die an ihr ausbleiben. „Seit drei Monaten ist die Straße neben meinem Haus aufgerissen. Und es passiert nichts!“ Gespräche mit den Verantwortlichen hätten nichts bewirkt.

Rückblick: Im Dezember hatte die Warmwasserleitung in der Straße „Am Heller“ Leck geschlagen. „Das dampfende Wasser sammelte sich auf der Wiese vor dem Landgestüt. Die Straße wurde deshalb über eine längere Strecke aufgerissen, weil erst noch nach dem Leck gesucht werden musste“, erzählt Gerhard Abel. Es sei dann auch schnell von einer Baufirma geflickt und die Baugrube zum Teil wieder verfüllt worden. Doch das Loch an seinem Gartenzaun ärgere ihn noch heute.

„Es tut uns wirklich unendlich leid. Aber auch uns sind die Hände gebunden“, sagt Ulf Wegener vom Unternehmen Agrarenergie Redefin, das für die Leitung zuständig ist, denn: „Die Probleme hier sind vielfältig. Die Schadensursache ist nicht zweifelsfrei geklärt. Ein Gutachter muss sich die Leitung noch einmal ansehen.“

Um die Warmwasserrohre habe sich nämlich ein Streit zwischen mehreren Versicherungen entwickelt. Das Hauptproblem sei, dass die Herstellerfirma der Wasserleitungen pleite ist und eine Versicherung die Bürgschaft für mögliche Gewährleistungsansprüche übernommen hat. Die zahlt aber nur, wenn der Schaden zweifelsfrei auf die frühere Herstellerfirma zurückzuführen ist. Andernfalls würde wohl die sogenannte Maschinenbruchversicherung der Agrarenergie Redefin einspringen müssen. „Solange es kein Gutachten gibt, darf am Baugrund nichts verändert und keine Hinweise vernichtet werden“, meint Ulf Wegener. „Ich bin derjenige, der nun den Zwist ausbaden muss. Es geht um eine hohe Schadenssumme. Ich kann aber nur bedingt Druck machen und nur immer wieder darauf hinweisen, dass hier Gefahr in Verzug und Eile geboten ist.“

Ein weiteres Problem stelle die Isolierung dar. An zwei Stellen wurde sie an der Leitung entfernt. Nun müsste eine Spezialmuffe angefertigt werden. „Der Isolierer aus Cottbus meint sie ist fertig, hat uns aber schon mehrfach versetzt. Und es ist auch so, dass keine Firma aus der Region Interesse an so einem Projekt hat.“

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