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Bauarbeiter für mehr Geschwindigkeitskontrollen an der A 24

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svz.de von
erstellt am 11.Sep.2013 | 10:14 Uhr

Dreenkrögen | "Das hier ist keine Abzocke, das ist schlicht lebensnotwendig", sagt Christoph Ullrich mit Blick auf die gestern wieder am Autobahndreieck Schwerin aufgebaute Blitzeranlage der Polizei. Ullrich ist Polier bei der Firma GP Verkehrswegebau aus Halle, die am Umbau des Dreieck zum Autobahnkreuz beteiligt ist. Aus Sicht der Bauarbeiter sind die derzeit erlaubten 80 km/h immer noch viel zu viel. "Wenn man nur ein oder zwei Meter von den Lkw entfernt ist, der mit 80 Sachen durchrauscht, dann spürt man richtig den Sog. Das kann schnell gefährlich werden, 60 km/h wären schnell genug." Seine Männer, so Ullrich, würden sich freuen, wenn die Polizei zum Messen komme. "Die Jungs hier machen doch nur ihre Arbeit und verhindern, dass uns die anderen den Hintern abfahren." Die Arbeitszeiten der Bauleute sind dann auch die Schwerpunktzeiten für die Polizei. Doch damit nicht genug, die Beamten wollen auch Unfälle verhindern. Den ersten Ausrutscher in die Baustellenabsicherung hat es bereits gegeben. "Wenn wir hier nicht eingreifen, dann wird es nur schlimmer und irgendwann haben wir hier sehr schwere Unfälle", hatte Polizeihauptmeister Jürgen Loch gegenüber der SVZ erklärt. Loch stand gestern mit seinem Kollegen Siegfried Lasch als Messteam an der Autobahn. Trotz starken Regens war am Morgen wieder ein Autofahrer mit 125 km/h durch die Baustelle gerauscht - das wird das nächste Fahrverbot. Von den vielen Verwarn- und Bußgeldern, die im Minutentakt während des Pressetermins aufliefen, gar nicht zu reden.

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