Ludwigslust-Parchim : „Barbara“ zeigt sich recht gnädig

35 Mal musste die Wehr wegen „Barbara“ im Kreis ausrücken.
35 Mal musste die Wehr wegen „Barbara“ im Kreis ausrücken.

Sturmtief richtete in der Region kaum Schaden an. Einsätze der Feuerwehren hielten sich in Grenzen

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27. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Seit den frühen Morgenstunden sind die Mitarbeiter des Stadtbauhofes Hagenow auf den Beinen und kontrollieren die Bäume in der Stadt und den Ortsteilen. „Wir schauen uns besonders die Kreuzungsbereiche und Straßen an, ob hier Schäden durch den Sturm entstanden sind“, erzählt Enrico Spanier, Leiter des Stadtbauhofes. In der Nacht zu Dienstag blieb es in und um Hagenow aber ruhig. Die Kameraden der Feuerwehr wurden wegen möglicher Schäden, verursacht durch das Sturmtief „Barbara“, nicht alarmiert. „Der Bauhof hat die Lage voll im Griff. Es gab kein Totholz, das hier rumgeflogen ist. Wenn die Bäume gut gepflegt sind, dann kommt auch nichts runter“, bedankt sich Wehrführer Jan Meyer für die ruhige Nacht. Ebenso ruhig lief es in Wittenburg, Lübtheen und Boizenburg ab. Nur vereinzelt mussten die Einsatzkräfte hier ausrücken. „Wir hatten heute morgen um 6.23 Uhr einen Einsatz in Richtung Lübbendorf auf der L06“, erzählt Helmut Bösler von der Lübtheener Wehr. Ein dicker Ast soll die Straße versperrt haben, „aber gefunden haben wir nichts.“ In diesem Zuge möchte Bösler noch einmal darauf hinweisen, dass nicht wegen jedem kleinen Ast die Feuerwehr gerufen werden muss. Der Aufwand sei nicht vertretbar. „Ein kleinerer Ast kann auch umfahren oder selbst weggeräumt werden.“ Die Wehr in Garlitz rückte am zweiten Weihnachtsfeiertag hingegen zweimal aus. Grund: Baum über der Straße. Es sei aber keiner zu Schaden gekommen, heißt es von der Feuerwehr weiter. Auch im Raum Boizenburg kam es nur zu kleineren Sturmschäden, für die die Kameraden zweimal ausrücken mussten. Ein Ast behinderte den Verkehr bei Boizenburg und ein Baum sperrte die Straße bei Zarrentin. „Durch den frühen Wintereinbruch sind viele Äste schon weggebrochen“, sagt Boizenburgs Revierleiter Fredo Kreft. Dadurch habe es kaum Probleme gegeben. Für die Wittenburger Feuerwehr blieb der zweite Feiertag auch ruhig. Dafür mussten die Kameraden am 25. Dezember gleich sechs Mal ausrücken. „Hier hatten wir einen Sturmschaden, mussten Wasser pumpen, eine Tür öffnen, hatten zwei Einsätze wegen Brandmelder und einen Verkehrsunfall auf der Autobahn, bei dem eine eingeklemmte Person geborgen wurde“, erzählt Wehrführer Stefan Schwarz.

Uwe Pulss, Kreiswehrführer, sprach gestern von 35 Alarmierungen im Kreis, die es am 26. Dezember gegeben hätten. Die Schwerpunkte hätten in den Bereichen Ludwigslust/Grabow sowie rund um Schwerin gelegen. Größere Einsätze seien jedoch nicht dabei gewesen.

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