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Ludwigslust : Bahntransport bleibt wohl in seiner Nische

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Trotz einzelner Verbesserungen hat der Gütertransport auf der Bahn in Westmecklenburg nur geringe Wachstumschancen gegen das hoch flexible System Lkw

von
erstellt am 21.Okt.2015 | 13:24 Uhr

Die glasklare Tendenz war schon zu Beginn des IHK-Forums gesetzt. Obwohl gut 250 Unternehmen aus der Region teils mehrfach eingeladen wurden, verloren sich am Ende nur eine Handvoll Leute im Tagungsraum der Sparkasse. Eisenbahnlogistik, Transporte auf der Schiene, das scheint derzeit nur extrem wenige Unternehmer in der Region zu interessieren.

Dabei hatten die Organisatoren des Forum mit Bernhard Buchhagen von der DB Netz AG so etwas wie einen Stargast in Sachen Eisenbahnlogistik zu bieten. Der Mann ist Leiter des Vertriebs für den Regionalbereich Ost. Doch Buchhagen, der im Laufe der Diskussion immer wieder direkt gefragt wurde, was denn die Bahn so anzubieten habe, blieb im Ungefähren und verwies nur auf die Gesprächsbereitschaft seines Hauses. Konkrete Vorleistungen, wie etwa das Legen von Gleisanschlüssen für große Gewerbegebiete - wie sie ja derzeit an der neuen Autobahn 14 im Gespräch sind - konnte er nicht zusagen. Ohne einen Kunden, der das wolle und de facto auch finanziere, sei das nicht denkbar.

„Nun haben wir 25 Jahre zugesehen, wie überall Schienen abgebaut wurden. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da haben wir fast alles über die Bahn transportiert. Jetzt dominiert die Straße“, sagt der Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach.

Sinn des Nachmittages war den Status Quo und die Zukunftspotenziale der Eisenbahnlogistik in Westmecklenburg zu erkunden. Als Verkünder des positiven Beispiels kamen dabei Moritz Wilke von der gleichnamigen Unternehmensgruppe und Ulrich Kösling. Betriebsleiter der SES-Logistik GmbH aus Ludwigslust ausführlich zu Wort. Dem Unternehmen ist es gelungen, den in der Region wichtigen Knotenbahnhof auch zu einem Ort der Eisenbahntransporte auszubauen. Geholfen hat dabei der Ausbau der A 14, für den plötzlich große Mengen an Baustoffen zu transportieren waren. Allein im vergangenen Jahr wurde dafür 87000 Tonnen in 36 Zügen auf die Gleise gestellt. Dafür musste 3400 Lkw-Fahrten nicht stattfinden. Der früher verwahrloste Güterteil des Ludwigsluster Bahnhofes ist Schritt für Schritt saniert worden.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-Paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Donnerstag.

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