Hagenow : Bagger-Rampe aus Bauschutt

Wo sich jetzt die Betonplatten am Fuße des Gebäudes stapeln (im Bild links) , soll die Rampe für den Spezialbagger entstehen.  Fotos: Dieter Hirschmann
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Wo sich jetzt die Betonplatten am Fuße des Gebäudes stapeln (im Bild links) , soll die Rampe für den Spezialbagger entstehen. Fotos: Dieter Hirschmann

Dach und oberstes Geschoss des Plattenbaus am Polizeigebäude werden mit Kran abgetragen, dann kommt Spezialbagger zum Einsatz

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17. Juni 2015, 08:00 Uhr

Mit einem sanften Ruck zieht der Kran die Deckenplatten aus der Verankerung nach oben. Gestern früh ging es auf der Abriss-Baustelle des ehemaligen Polizeigebäudes in Hagenow dem oberen Bereich des Verbindungsbaus an den Kragen. Mitarbeiter der Hagemann GmbH, die den Abriss realisieren, hatten die Deckenplatte so präpariert, dass Ketten zum Befestigen durchgezogen werden können.

„Zunächst haben wir das Dach, den Drempel, runter genommen. Das Dach bestand aus Betonrippen-Platten. Die Dämmung darunter entfernten wir ebenfalls. Und nun sind wir dabei, das oberste Geschoss abzubauen“, erläutert der Bauleiter der Firma Hagemann GmbH , Andreas Hanel, gestern im SVZ-Gespräch die laufenden Arbeiten.


Nur den oberen Bereich trägt der Kran ab


Nach seinen Worten wird nur das Dach und das oberste Geschoss des Plattenbaus mit dem Kran Stück für Stück abgetragen. Danach kommt ein 24-Tonnen-Kettenbagger zum Einsatz. „Dann haben wir unten nämlich genügend Material liegen, damit der Kettenbagger dort vernünftig stehen und greifen kann. Der Bauschutt, den wir jetzt am Fuße des Gebäudes sammeln, soll die Rampe für den Bagger werden“, erläutert Andreas Hanel weiter.

Jetzt werden die Bauleute aus heutiger Sicht noch rund einen Monat benötigen, um den Plattenbau den Erdboden gleich zu machen, ist weiter vom Bauleiter zu erfahren. „Bereits am Ende der Woche wird das Gebäude liegen. Danach wird das gesamte Material klein gemacht. Heute oder morgen soll der 24-Tonnen-Kettenbagger mit dem Spezialvorsatz zum Einsatz kommen. Das Material wird pulverisiert, um dann als Recycling-Baustoff wieder verwendet zu werden“, sagt der Bauleiter. Insgesamt sind auf der Abrissstelle derzeit vier Mitarbeiter der Hagemann GmbH beschäftigt. Technische Unterstützung bekommen sie von einem ferngesteuerten Abbruchroboter, der die Durchbrüche im Stahlbeton herstellt, das Teil heißt Brokk. Gestern wurden die in Big-Bags gesammelten Schadstoffe für den Abtransport bereit gestellt. Bevor der Spezialbagger sein vernichtendes Werk beginnt, muss dann auch noch das Baugerüst abgebaut werden. Die frei werdende Fläche wird begrünt. Für den Abriss sind rund 230 000 Euro veranschlagt, die das Land trägt. Vielen Hagenowern ist der 1980 errichtete Bau u.a. wegen der Pass- und Meldestelle der Volkspolizei in Erinnerung.

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