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Hagenower Kreisblatt

17. Oktober 2017 | 17:26 Uhr

Lassahn : Backhaus erfährt Schaalseeregion

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Minister würdigt Bürgerengagement und informiert sich darüber, wofür öffentliche Fördergelder bisher eingesetzt worden sind

von
erstellt am 13.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Wo früher Todesstreifen und Grenze Menschen und deren Kultur sowie Lebensräume voneinander trennten, könne man heute eine Landschaft von unschätzbarem Wert erleben. Mit diesen Worten würdigt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, dieser Tage das „Grüne Band“ entlang der Kernzone des Biosphärenreservates Schaalsee. Backhaus war aufgebrochen zu einer viertägigen Wanderung durch fünf eindrucksvolle nationale Naturlandschaften des Landes, vorbei an beispielgebenden Projekten zur Regionalentwicklung.

Mecklenburg-Vorpommern stehe für Natur, Küste, Seen, Backstein, Gutshäuser, Schlösser und seien zu Recht das beliebteste Urlaubziel der Deutschen. Doch welches Bild haben die Bewohner von ihrer Region? Wissen sie um den Charme ihrer Dörfer und Städte? Und wissen sie auch, dass sie maßgeblich an dieser Entwicklung mitwirken? Gerade in einem dünnbesiedelten Flächenland wie MV brauche es Bürgerinnen und Bürger, die sich für gemeinsame Belange engagieren, die zusammen Ideen umsetzten und das Land dadurch noch lebenswerter machten. Und davon gebe es im Land viele. Mit Mittel aus dem Europäischen Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums unterstütze das Land sie bei der Umsetzung ihrer ehrgeizigen Vorhaben.

So auch in Lassahn. Hier verschaffte sich der Sozialdemokrat einen Einblick vom Gemeindezentrum Lassahn, das für die Sanierung des Sportlerheims bereits 2009 mit über 300 000 Euro bezuschusst worden war. Ortsteilvertreter Mario Langkau berichtete Backhaus, dass dieses Domizil viel Schweiß und Nerven gekostet habe. „Nach Fehlplanung und Baupfusch aber dank der Förderung und unserer Eigenleistung konnten wir es 2010 in Besitz nehmen. Darauf sind wir mächtig stolz. Wir haben pro Jahr 35 bis 38 Belegungen. Also fast jedes zweite Wochenende ist hier etwas los. Platz ist für etwa 80 Leute. Das Haus ist ein absoluter Selbstläufer geworden.“

Weiter ging es nach einer kurzen Verschnaufpause ins Brückenhaus bei Stintenburg, das durch 40 000 Euro Förderung des Landes heute in neuem Glanz erstrahlt und Besucher aus nah und fern mit regionalen Speisen lockt.

Alle Projekte stünden laut Backhaus für die „ideale Symbiose zwischen wirtschaftlicher Nutzung und dem Erhalt des Naturerbes“; sie belebten und stärkten auf ihre Weise das „soziale Miteinander“ in den Gemeinden des Landes. Im romantisch gelegenen Brückenhaus fasst der Minister das Engagement der lokalen LEADER-Aktionsgruppe, die vor Ort Entwicklungskonzepte erarbeitet und somit die ländlichen Regionen auf dem Weg hin zur eigenständigen Entwicklung unterstützt, zusammen: Durch den Einsatz der LAG „Mecklenburger Schaalseeregion-Biosphärenreservatsregion“ seien bislang 78 Vorhaben mit insgesamt 3,5 Millionen unterstützt worden. Das habe Investitionen in Höhe von fast sechs Millionen Euro ausgelöst.
 

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