Blücher : Backen wie zu Omas Zeiten

Edeltraud Kahl (r.) zeigt den Kindern sowie Betreuer Wolfgang Mosel und Gemeindepädagogin Claudia Wetjen, das Backen.
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Edeltraud Kahl (r.) zeigt den Kindern sowie Betreuer Wolfgang Mosel und Gemeindepädagogin Claudia Wetjen, das Backen.

Eine Woche lang konnten 46 Kinder aus der Region im Garten des Pfarrhauses basteln, toben und ihr eigenes Brot herstellen

svz.de von
02. September 2016, 21:00 Uhr

„Das ist ganz cool hier“, meint Eric (9) aus Besitz auf die Frage der SVZ. „Wir spielen hier jeden Tag Fußball auf dem Platz da hinten und mein Team gewinnt immer. Schließlich habe ich ja auch ein Shirt an, wo Müller hinten drauf steht.“ An diesem Vormittag ist Eric aber zusammen mit Tim (9) aus Wittenburg, Jennifer (8) aus Bahlen sowie Laura (7) und Lea (12) aus Gülze voll und ganz dabei, als Edeltraud Kahl von „Edes Ökomobil“ ihnen zeigt, wie im Mittelalter Brot gebacken wurde.

Einen richtigen kleinen Backofen hat sie dafür mitgebracht, der natürlich nicht mit Strom, sondern mit offenem Feuer betrieben wird. Sie erklärt den aufmerksamen Kindern, wie mit einem Schieber die Brotlaibe dort hinein geschoben wurden - heut verwendet sie eine metallene Schublade dafür, die 50 Minuten im Ofen bleiben muss..

Zuvor haben die Kinder schon kräftig Teig geknetet, der nun in der Sonne geht. Für den Teig wurden vorher Getreidekörner im Mörser zu Mehl vermahlen. Weil das aber sehr anstrengend und zeitaufwendig ist, lässt Edeltraut Kahl die Kinder ein wenig schummeln und hat ihnen eine Hand-Kaffeemühle gegeben. Damit geht das Mahlen gleich viel einfacher. Am Ende werden die Kinder in ein Brot beißen, dass sie von Anfang bis Ende selbst hergestellt haben. „Das ist schon sehr spannend“, findet Fußballer Eric.

Die anderen der 46 Kinder, die ganz oder tageweise am Sommerlager der evangelischen Kirche in der letzten Ferienwoche in Blücher teilnehmen, haben inzwischen Vögel oder Freundschaftsbänder gebastelt, T-Shirts bedruckt, üben auf Stelzen zu laufen oder toben einfach. Alles in einer sehr entspannten sommerlichen Atmosphäre, weshalb viele Kinder aus der gesamten Region gern immer wieder kommen.

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