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Hagenow : Ausschuss soll Politik „Dampf“ machen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Kammer und Unternehmer suchen Zusammenschluss, um bei wichtigen Themen vor allen gegenüber der Landespolitik mit einer Stimme zu sprechen

von
erstellt am 14.Jul.2015 | 08:00 Uhr

Seit vergangener Woche hat der wirtschaftsstärkste Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Sprachrohr. Das Gremium nennt sich zwar bescheiden Regionalausschuss, stellt aber ein Bündnis zwischen Unternehmern aus der Region und der IHK dar, das zusammen der Politik im Lande bei wichtigen Themen Dampf machen will. Das zumindest ist der Anspruch. Noch ist der Ausschuss auch noch nicht vollständig. Denn die Auftaktveranstaltung fand nur mit Vertretern des Unternehmerverbandes West-Mecklenburg statt, der traditionelle enge Beziehungen zur IHK hat. Doch die Kammer will bei der nächsten Veranstaltung auch den anderen Verband, den Unternehmerverband Norddeutschland e. V. einbinden, um möglichste viele Stimmen zu bündeln, wie Klaus Uwe Scheifler, Leiter des Geschäftsbereiches Existenzgründung und Unternehmensförderung, Innovation und Umwelt bei der IHK, gegenüber SVZ bestätigte.

Die Vorsitzende des Ausschusses, Peggy Hildebrand, Geschäftsführerin der GIB GmbH, ist zugleich Mitglied der IHK Vollversammlung.

Die Unternehmer wollen konkrete Forderungen in Richtung Landespolitik stellen.
So soll die Breitbandversorgung mit hohen Datengeschwindigkeiten umgehend gewährleistet werden. Industrie 4.0 ist keine Zukunftsvision sondern Tagesgeschäft der produzierenden Unternehmen und Freiberufler. Industrie 4.0 ist die digitale Vernetzung der Wirtschaft, mangelhafte Datendurchsätze behindern die Unternehmen, das Land MV verliert so den Anschluss an die von der Wirtschaft geforderten Standards. Das wurde in der Diskussion deutlich. Der Ausbau der Datenautobahn dürfe nicht zerrieben werden zwischen den unterschiedlichen Ressortzuständigkeiten.

Nächstes drängendes Thema neben dem möglichst zügigen Ausbau der A 14 bis nach Magdeburg war die Flächenfrage. Es geht um Ansiedlungsmöglichkeiten in gefragten Region. In den 1990er Jahren habe man Erfolge gehabt, weil z. B. Industrieflächen schnell verfügbar waren und weil diese konfliktfrei waren. Derzeit, so die Meinung vieler, könne man geeignete Grundstücke kaum noch anbieten. Die Wirtschaftsvertreter erwarten eine zügige Ausweitung von Flächenangeboten in den Regionen mit hohem Nachfragedruck. Das bedeutet vor allem in der Nähe zu Schleswig-Holstein oder Hamburg. Hoher Priorität messen die Wirtschaftsvertreter auch dem Erhalt der vorhandenen Infrastruktur bei. Ein fahren auf Verschleiß könne und dürfe es nicht geben. Wichtiges regionales Thema in den kommenden Jahren ist auch die Frage des Mehrwertes auch für die umliegenden Gemeinden bei der Errichtung des geplanten Factory Outlets in Wittenburg. Hier sehen die Wirtschaftsvertreter Chancen auch für die Städte Hagenow oder Wittenburg. Das Beispiel FOC in Neumünster zeigt die erhebliche Zunahme der Besuche in der Region Neumünster.




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