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Businesspark 24 in Gallin : „Ausreden gibt es bald keine mehr“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Arbeitnehmerfreundlich: Businesspark 24 in Gallin erhält über die Verkehrsbetriebe des Landkreises zusätzliche Bus-Anbindungen

von
erstellt am 06.Dez.2017 | 05:00 Uhr

Stefan Lösel, der Chef der kreislichen Busbetriebe (VLP) ist in diesen Tagen Jubel durchaus gewöhnt. Schließlich hat er auf zahlreichen Veranstaltungen Gutes in Sachen Rufbus zu verkünden. Dennoch hatte der VLP-Geschäftsführer in diesen Tagen einen ganz besonderen Auftritt. Lösel durfte sein Programm, das ab 11. Dezember starten soll, den Unternehmern des Businessparks 24 vorstellen. Die sind in einer Interessengemeinschaft vereint und repräsentieren immerhin etwas mehr als 4500 Arbeiter einschließlich der Leiharbeiter. Bisher kommen nahezu alle zu den Schichten mit dem Auto in den Park, denn die bisherigen Busverbindungen sind mehr als dürftig.

Auch das ändert sich ab kommenden Montag, zumindest nach den Planungen der Busbetriebe. Die bieten dann über die Haltestelle Heisterbusch West 34 Verbindungen am Tag an, und das vom frühen Morgen bis zum späten Abend. „Ich kann Ihnen zwar nicht versprechen, dass wir alle Schichten bedienen, aber das Angebot wird grundlegend anders sein.“

Zuvor hatte Frank Müller, Sprecher der Interessengemeinschaft, die neuen Pläne schon einmal grundsätzlich gelobt aber auch an die vergeblichen Bemühungen in der Vergangenheit erinnert, für den Park einen funktionsfähigen Nahverkehr aufzubauen. Schließlich wurde die Extralinie mangels Nachfrage wieder eingestellt.

An diese Erfahrungen knüpft nun das neue System an. „Wir haben in unseren ersten Planungen auf die uns bekannten Schichtsysteme Rücksicht genommen und vorrangig die Richtungen aus Wittenburg, Hagenow und Zarrentin im Blick gehabt. Aber wir sind noch nicht am Ende, sondern wollen mit den Unternehmen ins Gespräch kommen,“ warb Lösel um Verständnis.

Direkter Jubel brach bei den Unternehmern zwar an dem Tag nicht aus, dennoch war das Interesse groß. So will das Edeka-Fleischwerk die neuen Pläne über Aushänge in der Firma erst einmal bekannt machen. Auch andere Geschäftsführer und Vertreter von Firmen wollen sich mit Informationsmaterial eindecken. In der kurzen Diskussion nach dem Vortrag des Busfachmannes kam heraus, dass die neuen Verbindungen mit den Rufbussen insbesondere für Lehrlinge und Menschen aus der direkten Umgebung interessant sein könnten.

Großes Interesse an den Plänen gibt es aber auch bei der Bundesagentur für Arbeit. Nicht ohne Grund, denn ein entscheidendes Problem vieler Menschen auf Arbeitssuche: sie sind nicht mobil. „Mit dem, was wir anbieten, gibt es dann die Ausrede einiger, man käme mit öffentlichen Mitteln nicht in den Businesspark, nicht mehr.“

Bereits nach der Sitzung haben die VLP die Pläne noch einmal aktualisiert. Nun gibt es eine weitere Verbindungen am späten Abend, um die entsprechenden Schichten abdecken zu können.

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