Boizenburg : Aushängeschild für die Region

Eine gelungene Überraschung: Die Lehrer hatten Luftballons vorbereitet, mit denen die Schüler das Schullogo nachstellten.  Fotos: Katja Frick
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Eine gelungene Überraschung: Die Lehrer hatten Luftballons vorbereitet, mit denen die Schüler das Schullogo nachstellten. Fotos: Katja Frick

Veranstaltung zum zehnjährigen Jubiläum der Namensgebung zeigt hohe Qualität des Unterrichts und großen Zusammenhalt am Elbe-Gymnasium

svz.de von
14. Juni 2016, 19:00 Uhr

Es gab so einige bewegende Momente an diesem Dienstagvormittag am Elbe-Gymnasium. Sei es, als der vielstimmige Chor mit allen zehnten Klassen die „Ode an die Freude“ schmetterte, als Kathrin Dering mit der Schülerband Nadeba einen Song von Adele nachsang und dabei selbst eine ganz unglaubliche Stimme offenbarte oder als die vier Ehemaligen von ihren beeindruckenden Lebenswegen nach dem Abitur vor zehn bzw. fünf Jahren berichteten. Ein ganz besonderer Gänsehautmoment war aber das Abschlusslied des Chores bei der Festveranstaltung zum 10. Jubiläum der Namensgebung „We are the world, we are the children.“ Denn es ist wahr: Dort vorn stand – gerade dem Kindesalter entwachsen – die Welt der Zukunft.

Wie wahr das tatsächlich ist, zeigten auch die Berichte der vier ehemaligen Abiturienten über ihre Werdegänge. Benjamin Meyer, der 2006, im Jahr der Namensgebung, Abitur am Elbe-Gymnasium machte, ist heute Doktorand für Robotik an der Universität Lübeck. Neben seiner Lehrtätigkeit forscht er zur Zeit gerade an einem Unterwasser-Roboter für die Erkundung von Binnengewässern und Meeren. In den nächsten drei Wochen wird er dafür mit den Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums Geesthacht auf der Ostsee unterwegs sein.

Daniel Wulf, ebenfalls Abiturient von 2006, arbeitet jetzt in Hamburg als Planungsingenieur für Premium Aerotec, eine Tochterfirma von Airbus. Seine Ausbildung hat er durch ein duales Studium dort absolviert. Zu dem ist er über ein simples zweiwöchiges Schülerpraktikum gekommen, für das er sich initiativ bei der Firma beworben hatte.

Franziska Ickert, Klassenkameradin ihrer beiden Vorredner, hat ebenfalls ein duales Studium absolviert. Sie studierte BWL und lernte das Bäckerhandwerk. Darin wurde sie sogar Bundessiegerin und machte dann noch ihren Meister. Inzwischen arbeitet sie im regional bekannten Familienunternehmen, zusammen mit ihren Eltern und ihrer Schwester. Derzeit baut die Bäckerei Manfred Ickert gerade ihre achte Filiale, diesmal in Zarrentin.

Patrick Sevecke, der seine Hochschulreife 2011 bekam und vielen durch seine politische Jugendarbeit bekannt ist, studiert gerade in Wismar Wirtschaftsrecht und engagiert sich weiterhin politisch.

Alle vier leben nach wie vor hier in der Region. Die Frage, ob ihr am Elbe-Gymnasium erworbenes Abitur eine gute Voraussetzung für ihr Studium war, bejahten alle ohne Wenn und Aber.

Rainer Pekram vom Fachbereich Bildung des Landkreises Ludwigslust-Parchim sagte in seinem Grußwort: „Der Name Elbe gehört inzwischen zu diesem Gymnasium wie der Fluss zu dieser Region.“ Die Boizenburger Bildungseinrichtung werde auch in den nächsten Jahren locker die für ein Weiterbestehen erforderliche Mindestanzahl von 54 Schülern für die Schuleingangs-Stufe erreichen. „Damit ist die Zukunft des Elbe-Gymnasiums sehr gesichert“.

Bürgermeister Harald Jäschke sagte, dass er sich immer wieder über die Projekte und Debatten an der Schule freue, durch die sich die Schüler selbst zu mündigen und reifen Bürgern erziehen. „Mit ,Elbe-Gymnasium‘ hat sich die Schule ein Namensschild gegeben, dass auch auf unsere Stadt und unsere Region hinweist.“

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