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Kontakt seit 30 Jahren : Aus fixer Idee wurde schnell Plan

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Klaus Marmulla begibt sich ab Ende November mit zwei Freunden auf eine mehr als 2400 Kilometer lange Rundreise durch Äthiopien

von
erstellt am 12.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Wenn Klaus Marmulla von seinen Erlebnissen vor mehr als 30 Jahren im fernen Äthiopien berichtet, dann spürt man deutlich, dass es sich um weit mehr als einen gewöhnlichen Auslandsaufenthalt handelt. „Ich bin im Jahr 1984 eher durch einen Zufall als Aufbauhelfer einer Ernte- und Ausbildungsbrigade nach Afrika gekommen. Der damalige Rat des Kreises suchte händeringend einen ausgebildeten Traktorenschlosser, der Interesse am Aufbau einer Staatsfarm in Mosambik hatte“, berichtet der Vellahner. Doch leider zerschlug sich dieses Projekt nur kurze Zeit später, stattdessen führte der Weg des Traktorenschlossers nach Äthiopien. „Zur Vorbereitung meines dortigen Aufenthaltes musste ich in einem halbjährigen Kurs die englische Sprache erlernen, wovon ich auch heute noch sehr profitiere“, freute sich der ehemalige Hausmeister der Vellahner Schule. Auch wenn mit der Wende das Engagement in dem afrikanischen Staat abrupt beendet wurde, ist der Kontakt zu seinen ehemaligen deutschen Arbeitskollegen niemals ganz abgebrochen. „Wir haben in den zurückliegenden Jahrzehnten regelmäßig telefoniert oder uns sogar auf meiner Hochzeit im vergangenen Jahr persönlich gesehen und nicht nur dort über den gemeinsamen großen Traum gesprochen, die Stätte unseres ehemaligen Schaffens noch einmal zu besuchen“, erzählt Klaus Marmulla. Und so wurden aus dieser fixen Idee konkrete Planungen, die nun in wenigen Wochen in die Tat umgesetzt werden. Für zwanzig Tage begibt sich Klaus Marmulla ab Ende November mit zwei Freunden auf eine mehr als 2400 Kilometer lange Rundreise durch Äthiopien, beginnend und endend in der Hauptstadt Addis Abeba. Durch den Kontakt eines Berliner Freundes zum Landwirtschaftsministerium in Addis Abeba konnte sogar in Erfahrung gebracht werden, dass die seinerzeit aufgebaute Staatsfarm „Garadella“ in der Region Bale auch heute noch existiert. „Ich habe dort die besten Jahre meines Lebens verbracht, schließlich war es eine mir nicht mehr wegzunehmende Lebenserfahrung“, schwärmt Klaus Marmulla von seiner Zeit in Äthiopien, während er in alten Bilderalben blättert und unzählige Geschichten berichten kann. Die für die Einreise notwendigen Visas sind jedenfalls schon erteilt worden, die Hotels entlang der Route sind gebucht, das umfangreiche Ausflugsprogramm wurde schon zu Papier gebracht und die Vorfreude aller Beteiligten steigt von Tag zu Tag stetig an. Bleibt letztlich zu hoffen, dass die Weltenbummler mit vielen neuen Eindrücken in die Heimat zurückkehren.

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