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Aktionswoche um intaktes Zentrum in Wittenburg : Aus einer Last eine Lust machen

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Wie wäre es, wenn die Baulücken in der Wittenburger Großen Straße geschlossen wären und dort auch noch nach 18 Uhr das Leben toben würde? Mit Aktionen möchte die Stadt auf den Wert einer intakten Innenstadt hinweisen.

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2012 | 06:42 Uhr

Wittenburg | Wie wäre es, wenn die meisten Baulücken in der Wittenburger Großen Straße geschlossen wären. Wie wäre es, wenn dort auch nach 18 Uhr das Leben toben würde, so wie in Paris oder Brüssel. Gewiss Wittenburg ist nicht Paris. Dennoch möchte die Stadt und ein kompetentes Projektteam mit außergewöhnlichen Aktionen auf den Wert einer intakten Innenstadt mit sanierten Häusern und vor allem mit einem funktionierenden sozialen Umfeld aufmerksam machen. Dazu wird es in der Zeit vom 19. bis 25. August in der Großen Straße von Wittenburg eine spektakuläre Aktions-Woche geben. Für eine gewisse Zeit soll so die City von Wittenburg sozial wiederbelebt werden. Es geht um städtebauliche Visionen und um mehr.

"Die verfallenen Häuser sollen nicht länger Symbole des Verfalls, des vergangenen Lebens sein. Deren im künstlerischen Prozess zu gestaltenden Fassaden sollen Projektionsfläche einer Lebenskultur werden. Besucher und die Einwohner der Stadt werden die Große Straße anders wahrnehmen. Dieses städteplanerische Mittel, die soziale Wiederbelebung, soll vor allem inspirieren. In den Workshops mit den Einwohnern entwickeln sich Utopien und Visionen. Das ist die Keimzelle zur innovativen Stadtentwicklung, der Beginn einer kreativen, bedürfnisorientierten Umnutzung der alten verfallenen Häuser. Es entsteht die Große Potemkinsche Straße von Wittenburg", sagt Michael Kockot, der zusammen mit Ton Matton Projektleiter ist und alle Wittenburger dazu einlädt, sich bei den unterschiedlichsten Aktionen während dieser Aktionswoche mit einzubringen.

Was ist u.a. geplant? Ab Freitag, 17. August, gründet die Berliner Musikerin Bernadette LaHengst den Wittenburger Beschwerden-Chor. Wittenburger sind eingeladen ihre Beschwerden über die Große Straße zu äußern oder aber mit zu singen in dem Chor. Die Uraufführung des Stückes soll am 24. August um 20 Uhr auf der Bühne in der Großen Potemkinschen Straße erfolgen. Der Wiener Künstler Lukas Pusch wird vom 20. bis 25. August seine Ideen darstellen und eine Schule betreiben in der Großen Potemkinschen Straße. Am 24. August treffen sich die Hauseigner der "Toten Augen" in der Großen Straße. Sie werden ihre Pläne der leeren Häuser austauschen und gemeinsam mit Norbert Hebinck, Bürgermeister der Stadt, Umsetzungsmöglichkeiten diskutieren. Weitere Aktionen sind geplant, Infos dazu gibt es im Internet oder im Info-Haus, dem alten Konsum in der Großen Straße 1. Und wer mitmachen und den Projektmachern helfen möchte, kann sich am Montag, 20 August, in eben jenem Info-Haus einfinden.

Die Kommune stellt für dieses Projekt, das auf außergewöhnliche Weise auf generelle Probleme in Innenstädten des Landes aufmerksam macht, finanzielle Mittel zur Verfügung.

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