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Lehrer als Seiteneinsteiger : Aus der Wirtschaft in die Schule

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ein Ingenieur unterrichtet in Hagenow Physik und AWT: Holger Piehl sieht Bildungspolitik in MV als Chance für Seiteneinsteiger, sich zu verwirklichen

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erstellt am 09.Jan.2014 | 17:20 Uhr

Es klingelt. Schüler rennen aus dem Schulhaus. Draußen an der Haltestelle warten Kinder auf den Schulbus. Holger Piehl hört sie lachen als er die Fenster im Werkraum schließen will. 15 Uhr. Feierabend. Piehl klappt die Tafel zu, schiebt die Bücher in seine Tasche und kramt nach dem Autoschlüssel. Er wohnt in Nauen. Wenn es gut läuft, ist er in zwei Stunden zuhause. Manchmal werden es aber auch drei. Seit gut einem Jahr unterrichtet der 57-Jährige die Fächer „Arbeit-Wirtschaft-Technik“ und Physik an der Europaschule in Hagenow. Ohne jemals ein Lehramtsstudium absolviert zu haben. Piehl hat an der Fachhochschule Wirtschaftsingenieurwesen studiert, danach lange Zeit als Verkaufsleiter in einer Firma gearbeitet, bevor diese abgewickelt wurde. Dann liest er in der Zeitung die Anzeige „Lehrer gesucht“. „Mein Sohn war damals im Gymnasium. Als Elternvertreter habe ich die Schüler oft auf Klassenfahrten begleitet. Da war immer schnell ein guter Draht zu den Kindern da.“ Piehl kennt den Lehreralltag ganz gut. Vater und Mutter waren Lehrer. „Da konnte ich mir schon als Kind ein Bild machen.“

Seine Bewerbung hat Erfolg. In Berlin-Lichtenberg arbeitet er als Berufsschullehrer, unterrichtet später an einer Förderschule in Berlin-Hellersdorf. Nie blieb er lange. „In Berlin wurde immer kritisiert, dass ich keinen Uni-Abschluss habe. Deshalb wurden die Verträge nicht verlängert und ich war jahrelang als Springer von Schule zu Schule zu unterwegs.“

Als er im Internet die ausgeschriebene Stelle in Hagenow findet, zögert er nicht lange. „Hier bekomme ich erstmals die Chance unbefristet zu arbeiten.“

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Freitagsausgabe des Hagenower Kreisblattes.

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