Drönnewitz : Aus der Kraft der Natur geschöpft

Farbige Werke, die im grauen Winter entstanden: Der Maler und Grafiker Matthias Bargholz in seinem Atelier in Drönnewitz
Farbige Werke, die im grauen Winter entstanden: Der Maler und Grafiker Matthias Bargholz in seinem Atelier in Drönnewitz

Maler und Grafiker Matthias Bargholz aus Drönnewitz widmet sich in seinen Bildern der Natur des Schaalsees

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12. März 2020, 12:00 Uhr

Er steht wie eine Eiche in seinem Atelier zwischen seinen Naturbildern. Der Maler und Grafiker Matthias Bargholz aus Drönnewitz befasste sich in den vergangenen trüben Monaten mit einem durchaus farbigem Thema.

„Im Winterhalbjahr ist es für mich Zeit, mich zurückzuziehen, um in meinem Atelier zu malen“, sagt der 60-jährige Künstler und zeigt einige Ergebnisse seiner Arbeit. Auf einem großformatigen Bild ist eine alte Eiche zu sehen, die sich in den fantasievollsten Farben präsentiert. Der Künstler entführt den Betrachter in eine Welt der Feen und Elfen, weitab von den uns beherrschenden rationalen Gedanken des Alltags. Das andere Bild zeigt eine uralte Eiche. Dieses Motiv könnte ebenso von der grünen Insel Irland stammen. In dem großen Loch, das im Stamm klafft, so ist es nämlich irische Legende, könnte der Leprechaun, der grüne irische Kobold, wohnen. Dieses Kunstwerk ist im Gegensatz zum ersten Bild mehr in Grün gehalten, in irischem Grün. Der Drönnewitzer Künstler will mit diesen und weiteren Bildern eine Mischung zwischen seinen einerseits abstrakten, figürlichen Werken und dem naturalistischen Stil seiner Landschaftsmalerei schaffen. Diesen neuen Stil hat er sich in den Wintermonaten erarbeitet, und die Resultate, die entstandenen Werke, sind durchaus sehenswert. „Ich möchte, dass mit den neuen Werken die Natur und die Figur zusammen gehen. Es handelt sich um eine Serie in Acryl und Öl, die ich dann auch ausstellen werde. Dabei geht es um die so genannten Schaalseebäume, die ich vor dem Malen fotografiere“, blickt der Maler und Grafiker in die Zukunft, der nach eigenen Worten nicht ohne Grund in der Schaalseeregion wohnt und arbeitet. Er fühle sich eben sehr mit der Natur verbunden. „Ich bin kein Großstadtkünstler, ich will auf dem Land malen“, sagt Bargholz mit einem Lächeln auf den Lippen.

Die winterliche Ruhe in Drönnewitz weicht mit dem Erwachen der Krokusse und Tulpen dem nahen Frühjahr. Deshalb hat der Maler und Grafiker neben seiner Arbeit an der Baumserie auch jetzt schon wichtige Termine im Blick. „Pfingsten lade ich, so wie meine Künstlerkollegen, zu Kunst offen ein. Und ich bereite jetzt schon meine Malkurse vor. Die ersten Treffen gehen im Mai los. Seit vier Jahren gehe ich mit Interessierten in die Natur des Schaalsees, um sie für das Malen im Stil des blauen Reiters zu interessieren“, erzählt er weiter.

Die Künstlergruppe „ArtdeFak“, mit Bernadette Maria Roolf, Andreas Grellmann, Jan Witte-Kropius, zu der Bargholz gehört, bereitet zudem für den Herbst eine neue Schau vor, die wiederum in der Kulturwerft Gollan in Lübeck gezeigt werden soll. Wahrscheinlich wird es sich in diesem Jahr um eine reine Ausstellung von neuen Werken der jeweiligen Künstler handeln, die gezeigt werden sollen. Über erste Gedanken verständigten sich die Künstler ebenfalls im Winterhalbjahr. Und Matthias Bargholz wird dort seine neuen Baummotive zeigen.

Hintergrund

Der gelernte Porzellanmaler

Künstlerische Laufbahn von Matthias Bargholz - freiberuflicher Maler und Grafiker:
> 1959 geboren in Stendal,
1976-78 Lehrausbildung (Internat), Porzellanmaler in Colditz,
> 1982 bis 85 Studium Fachhochschule für angewandte Kunst, Heiligendamm,
> 1986-87 Arbeit als Grafikdesigner in Boizenburg/ Elbe, Reise in die Mongolei, erstes Atelier und Ausstellungen,
> 1987-91 freier Künstler in Boddin West-Mecklenburg,
> 1991 Umzug nach Neuenkirchen-Biosphärenreservat Schaalsee, Reisen Frankreich, Italien,
> seit 1999 erneut freiberuflicher Maler und Grafiker,
> 2010 Umzug nach Drönnewitz-Schaalsee, neues Atelier.

Kontakt: Matthias Bargholz, Drönnewitz, Lindenstraße 7,

Telefon: 0173 / 6391113

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