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Hagenower Kreisblatt

14. Dezember 2017 | 02:00 Uhr

Zarrentin : Aus Bonn direkt an den Schaalsee

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Neubürger Roland Kittel ist in Zarrentin angekommen. Stadt verzeichnet Einwohnerzuwachs von jährlich sechs Prozent

von
erstellt am 23.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Roland Kittel (61) fühlt sich wohl in Zarrentin. 2006 hat er sein Grundstück im Baugebiet Schaalseepark erworben, um dort die eigenen vier Wände zu errichten. „Wir, meine Frau und ich, sind von Bonn nach Zarrentin gezogen. Unser Ziel war es, uns im Norden, in der Nähe von Hamburg, niederzulassen. Uns gefiel der Golfplatz in Gramek. Mehr durch Zufall sind wir auf dieses Neubaugebiet in Zarrentin am Schaalsee gestoßen“, erzählt der Neu-Zarrentiner im SVZ Gespräch. 

Erworben hatten sie ihre Immobilie von der Schaalseehof GmbH, die heute bis auf zwei Grundstücke alle Flächen vermarktet hat.   Auf etwas mehr als 20 Hektar begannen nach den Worten von Roland Cillwik, dem Geschäftsführer der Schaalseehof GmbH, im Jahre 2001 die Planungen für den Schaalseepark mit 88 Baugrundstücken. 2005 war die Erschließung abgeschlossen.

„Im ersten Jahr vermarkteten wir fünf Grundstücke, in den folgenden sechs Jahren waren es 28. Für die Schaalseehof GmbH als Investor war das eine schwierige Zeit, weil wir ja für die Erschließung in Vorleistung gehen mussten. Im Jahre 2013 ist dann der Knoten geplatzt, von 2013 bis 2015 verkauften wir  52 Grundstücke“, macht Roland Cillwik deutlich. In unmittelbarer Nähe zu diesem Baugebiet ist ein neues Vorhaben geplant. Investor Lutz Eichel hat sein Projekt in der Stadt bereits vorgestellt.

Die Kommune hat großes Interesse daran, Einwohnerzuwachs zu erzielen. Nach der Wende ist die Stadt allmählich aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Aus einem geographischen Nachteil wurde ein Vorteil, den die Vertretung um Bürgermeister Klaus Draeger im Interesse der Kommune jetzt für Bevölkerungszuwachs nutzt. Heute wohnen in der Schaalseestadt nach den Worten des Bürgermeisters etwas mehr als 5000 Einwohner.

„Wir haben einen großen Bedarf an Wohnungen und an Baugebieten für Einfamilienhäuser. Deshalb planen wir auf dem Gelände des ehemaligen Time-Parkes ein neues Projekt. Wir hoffen, dass in diesem Jahr eine positive Entscheidung getroffen werden kann, um die Bauvorhaben mit dem Investor durchsetzen zu können“, sagt der Bürgermeister im SVZ-Gespräch.

In der Nähe der Schaalseeparkes sollen demnach Geschoss-Wohnungsbau, Eigentumswohnungen, betreutes Wohnen und gehobener Einfamilienhausbau entstehen. Integriert darin sind ein Ärztehaus und ein öffentlicher Spielplatz.

Wie Dirk Schiewer, der zuständige Fachbereichsleiter bei der Stadtverwaltung, sagte, werden dort rund 200 Wohneinheiten dazukommen. 

Auch im südlichen Bereich der Stadt, an der so genannten KAP-Straße, sollen in diesem Jahr nach den Worten des Bürgermeisters rund 30 Flächen für Eigenheime erschlossen werden. 

„Diese gesamte Entwicklung gehört zu unserer Strategie der Stadtentwicklung mit dem Gewerbegebiet in Richtung Autobahn und den Wohnungen und Eigenheimstandorten im Stadtbereich.  Der Bedarf ist vorhanden, wir haben viele Nachfragen“, sagt Klaus Draeger weiter. Alles in allem gerechnet, kommt die Stadt nach Informationen des Bürgermeisters auf einen Einwohnerzuwachs von jährlich sechs Prozent.

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