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Hagenower Kreisblatt

23. November 2017 | 17:59 Uhr

Auftakt für das Jahr einer Kirche

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

St. Bartholomäus in Wittenburg kann auch dank eines sehr erfolgreichen Fördervereins bald umfassend saniert werden

von
erstellt am 11.Jan.2015 | 13:50 Uhr

Der Benefizvortrag im Gemeindesaal sollte am Sonnabend der feierliche Auftakt des Jahres 2015 darstellen, in dem die St. Bartholomäus Kirche zu Wittenburg von Grund auf renoviert wird. Und er wurde es. Dr. Barbara Gubalke machte als Vorsitzende des Fördervereins der Kirchgemeinde keinen Hehl aus ihrer überschwänglichen Freude, dass seit der Gründung des Vereins im April 2013 mittlerweile mehr als 800 000 Euro zusammen gekommen sind. Allein durch das Engagement der zurzeit 150 Fördermitglieder ist das Vereinskonto auf nunmehr 17 400 Euro angewachsen. Somit steht den umfangreichen Baumaßnahmen nun fast nichts mehr Weg.

Im März des letzten Jahres begeisterten Astrid und Dr. Peter Warncke aus Wittenburg mit ihrem Lichtbildervortrag „Faszinierendes Alaska“. Am vergangenen Sonnabend luden die Apothekerin und der Allgemeinmediziner nun erneut in den Gemeindesaal der evangelischen Kirche Wittenburg ein, um die Zuhörer diesmal von Amazonien bis zum Zuckerhut nach Brasilien zu entführen. Der Saal platzte förmlich aus allen Nähten, Pastor Martin Waack versuchte händeringend die letzten noch vorhandenen Sitzgelegenheiten zu organisieren, um für alle Besucher beste Voraussetzungen für einen gemütlichen Nachmittag zu schaffen.

Zu den in der Wittenburger Kirche geplanten Arbeiten gehört nach Auskunft von Martin Waack unter anderem die Bereinigung des Gewölbes von Schutt aus dem vergangenen Jahrhundert. Dieses geschieht aufgrund der Kontaminierung durch Holzschutzmittel aus DDR-Zeiten durch eine Spezialfirma, die mit Hilfe einer Luftschleuse den Müll fachmännisch entsorgen wird. Aber auch die Sanierung der Außenhülle (Chor, Hauptschiff, Turm) wird noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Möglich gemacht werden diese Baumaßnahmen zum einen durch die Gewährung von Bundesfördermitteln in Höhe von 200 000 Euro, zum anderen auch durch die Unterstützung finanzkräftiger Stiftungen. Dazu gehören federführend die August-Oetker- und Hermann-Reemtsma-Stiftung. „Es ist einfach überwältigend, welchen starken Zuspruch dieses große Projekt ,Sanierung der St. Bartholomäus Kirche’ in so kurzer Zeit gefunden hat. Und wir wollen weiter um Mitglieder werben, damit wir den potenziellen Stiftern und Spendern die Bereitschaft zeigen können, dass auch wir finanziell unseren Anteil leisten wollen und können“, sagt eine sichtlich gerührte Barbara Gubalke.

Nach der Instandsetzung der Außenhülle soll in naher Zukunft mit der Innenrenovierung begonnen werden. „Es ist keine ferne Vision mehr: Der Besucher der Kirche tritt in sie durch den einstigen Haupteingang ein und geht geradeaus auf den Altar zu. Das Gestühl wird verändert, eine Sanitäranlage und Teeküche werden eingebaut, der Kirchenraum wird hell erstrahlen“, schwärmt die rührige Vorsitzende des Fördervereins von den baldigen fruchtbaren Ergebnissen der Bauarbeiten. Die Freunde und Förderer der St. Bartholomäus Kirche zu Wittenburg können schon jetzt auf die hoffentlich nächsten Lichtbildervorträge von Astrid und Dr. Peter Warncke gespannt sein. Schon in diesem Jahr zieht es die Weltenbummler nach Indien und Spitzbergen. Einen Wunsch hat Dr. Peter Warncke jedenfalls noch: Er würde es sich sehr wünschen die Zeit zu finden, nach Beendigung einer Reise ein Fotobuch hierüber anzufertigen. „Doch leider ist dann am Ende des Urlaubs kaum Zeit dafür, schließlich gilt es alles Liegengebliebene so schnell wie möglich aufzuarbeiten“, berichtet der Hobbyfotograf.







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