Unruhe an der Schule in Neuhaus : Aufregung um die Schulhündin

Barbara Kiewning und der inzwischen leider gestorbene Karimi.
Barbara Kiewning und der inzwischen leider gestorbene Karimi.

Teile der Elternschaft der Grundschule, deren Kinder aber nicht betroffen sind, sehen das Projekt skeptisch

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18. März 2015, 15:28 Uhr

Eigentlich hat die Gemeinde mit dem Projekt „Schulhund“ an der Grundschule nichts zu tun. Bürgermeisterin Grit Richter musste lediglich erlauben, dass der Hund die Schule betreten darf, denn das Gebäude ist Eigentum der Gemeinde. Die „pädagogische“  Genehmigung  obliegt der Schulbehörde. Trotzdem hatte die Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Jugend und Soziales, Daniela Weidler,  ihre Mitstreiter gebeten,  das Thema auf die Tagesordnung zu heben. Es gibt offenbar Diskussionsbedarf und Unruhe an der Schule.

 Therapiehund „Karimi“ von  Barbara Kiewning ist leider inzwischen gestorben, aber es gibt eine Nachfolgerin, mit der die Schulleiterin einmal in der Woche für zwei Stunden in ihre Klasse, die 4 a geht. Ansonsten wird die  Hündin  in der Schule an der Leine geführt und liegt sonst brav an ihrem  Platz im Büro. Das Tier  ist geimpft und entwurmt und wird regelmäßig tierärztlich untersucht,  der Schulvorstand gab sein ok, die Schulbehörde ebenfalls und die notwendigen Versicherungen liegen auch vor. Die Elternvertreter aller Klassen wurden darüber informiert und die Eltern der Klasse 4a, in der die Hündin einmal wöchentlich zum Einsatz kommt,  gaben ihr Einverständnis.

Trotzdem gibt es Eltern, die wohl nicht einverstanden sind und sich ungenügend informiert fühlen. Ein Vater eines Kindes aus einer dritten Klasse hatte dann auch im Ausschuss einige Fragen. Ob der Hund eine Ausbildung zum Therapiehund habe, welchen Nutzen er denn habe, wenn er diese  Ausbildung  nicht habe und ob es im Klassenverband Kinder  muslimischen Glaubens gäbe, für die ein Hund „dreckig“ sei.

Barbara Kiewning erläuterte, dass es im Klassenverband keine Kinder muslimischen Glaubens gäbe und dass ihr Hund keine explizite Ausbildung zum Therapiehund  habe, die im Übrigen sehr lange dauern würde und auch teuer wäre. Die Hündin hätte eine gute Grundausbildung und würde aufs  Wort gehorchen. Vor Kurzem sei ein Hundetrainer in der Klasse gewesen und habe die Hündin  beobachtet und ihr bescheinigt, absolut gehorsam und geeignet zu sein, mit in die Klasse zu gehen. Sie kenne das Gerücht, der Hund sei in den Wald gelaufen und sie hätte die Klasse verlassen und ihn gesucht. „Ich weise das ausdrücklich zurück. Ich war einmal zusammen mit der Klasse und dem Hund im Wald.“

Eine Mutter eines Kinder aus der betreffenden 4a meldet sich zu Wort. Die Kinder mögen den Hund und sind traurig, wenn er nicht kommt Alle Eltern hätten ihr Einverständnis gegeben und sich für das Projekt ausgesprochen.

Klaus  Niederhoff (Unabhängige) konnte nicht ganz nachvollziehen, warum Eltern aus einer Klasse, die gar nicht beim Projekt mitmacht,  dem Schulhund so skeptisch gegenüberstehen. Auch andere in der Sitzung des Sozialausschusses konnten sich des Eindrucks nicht erwehren, es ginge vielleicht um ganz andere Probleme.

Die Schulleiterin lädt zu einer Informationsveranstaltung am Dienstag, dem 14. April, in der Grundschule ein. Beginn ist um 19 Uhr.

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