Aufklären am Modell der Gebärmutter

Erstaunt blicken die Achtklässler auf den Bildschirm im Pavillon und erfahren alles über das entstehende Leben.
Erstaunt blicken die Achtklässler auf den Bildschirm im Pavillon und erfahren alles über das entstehende Leben.

Ausstellung über Schwangerschaft und Alkohol

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23. März 2018, 05:00 Uhr

Beim Betreten des Gymnastikraumes der Sporthalle Richard-Schwenk ist ein rhythmisches Wummern zu hören. Der Herkunftsort ist ein abgedunkelter Pavillon, in dessen Mitte rote und weiße Lichterketten zu einem Pult zusammenlaufen. Verteilt in dem Raum stehen zwei weitere Multimediastationen. Neben einer liegt eine Puppe, die Ähnlichkeit mit einem Kleinkind hat.

Dieses Bild bot sich zahlreichen Siebt- und Achtklässlern aller Boizenburger Schulen im Zuge der Ausstellung „Zero! Schwanger? Dein Kind trinkt mit! Alkohol? Kein Schluck. Kein Risiko“. Diese soll die Heranwachsenden dafür sensibilisieren, wie gefährlich Alkohol in der Schwangerschaft ist. „Jeder ist dafür verantwortlich, dass sich das Kind gut entwickelt“, das verdeutlicht Ute Eichel vom Fachdienst Jugend im Landkreis gleich zu Beginn der 45-minütigen Aufklärungsveranstaltung.

Der Weg, den die Ausstellung hierfür wählt, ist dabei im wahrsten Sinne des Wortes sehr eindringlich. Denn der aufgestellte Pavillon soll eine Gebärmutter darstellen, in deren Innern der rhythmische Herzschlag der Mutter zu vernehmen ist.

So zu ihren frühesten Wurzeln zurückgeführt, erfahren die Kinder von Andrea Milkau von der DRK-Schwangerenberatung alles über die Entwicklung von der Eizelle bis zur Geburt. „Es ist erstaunlich wieviel Leben da schon gleich von Beginn drin steckt“, zeigen sich unter anderem die Jungen und Mädchen der 8c vom Elbe-Gymnasium begeistert, während sie ihr Weg aus der imaginären Gebärmutter zur nächsten Station führt.

Bei dieser erleben die Kinder durch die Aufklärung über die Fetal Alcohol Spectrum Disorders (FASD), was passieren kann, wenn auch nur ein kleiner Schluck Alkohol während der Schwangerschaft getrunken wird. Verdeutlicht durch die babyähnliche Puppe und zahlreiche Beiträge an der Infosäule wird dargestellt, wie beeinträchtigt Kinder aufgrund dieses Fehlverhaltens sein können.

„Auch wenn Kinderplanung noch kein Thema bei euch ist, wisst ihr jetzt, was nur der kleinste Tropfen Alkohol anstellen kann. Macht auch euer Umfeld darauf aufmerksam, dass Frauen, die ein Kind erwarten, nicht trinken sollen“, so lautet die abschließende Bitte von Eichel an die Kinder.

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