Jessenitzer Maschinenbau GmbH wird 20 Jahre alt : Auf Erfolgsspur im Jubiläumsjahr

<strong>Eine fertige Stahlkonstruktion</strong> wird innerhalb der Werkhalle umgesetzt, das Unternehmen ist für seine Sonderanfertigungen bekannt.
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Eine fertige Stahlkonstruktion wird innerhalb der Werkhalle umgesetzt, das Unternehmen ist für seine Sonderanfertigungen bekannt.

Die Maschinenbauer aus dem Lübtheener Ortsteil sind weiter auf der Erfolgsspur. Nur wenige Tage vor dem 20. Firmenjubiläum gab Geschäftsführer Rainer Studtmann die nächste Ausbaustufe bekannt.

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28. Juni 2012, 11:04 Uhr

Jessenitz | Die Maschinenbauer aus dem Lübtheener Ortsteil sind weiter auf der Erfolgsspur. Nur wenige Tage vor dem 20. Firmenjubiläum gab Geschäftsführer Rainer Studtmann die nächste Ausbaustufe bekannt. In den kommenden Wochen wird auf dem Firmengelände eine neue Produktionshalle mit einer Fläche von 2000 Quadratmetern errichtet. Im Zuge der Gesamtinvestition von etwa zwei Millionen Euro sollen in Jessenitz auch 20 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die ersten neuen Mitarbeiter sind schon eingestellt. Mit der neuen Halle, die doppelt so groß ist wie ihre erst im vergangenen Jahr errichtete Vorgängerin, bauen die Metallspezialisten ihr Produktsortiment in einzelnen, wichtigen Nischen aus. Eine besteht im Bau von speziellen Edelstahlbehältern für Gasflaschen, wie sie in Flugzeugen für die Not-Sauerstoffversorgung mitgeführt werden. Deutlich ausgebaut wurde auch der Bereich Medizintechnik. So bauen die Jessenitzer präzise Aluminium-Konstruktionen für die Firma Dräger, die dann in Operationssälen eingesetzt werden können. Über die neuen Geschäftsfelder, zu denen künftig auch die Laserbearbeitung von Metallteilen gehören wird, wurde das bisherige Kerngeschäft nicht vergessen. Immer noch sind die Jessenitzer erste Adresse für Hubgerüste und Gabelstapler, die außerhalb der üblichen Größen liegen. Derzeit liegt die Mitarbeiterzahl in Jessenitz bei etwas mehr als 100. Zusammen mit den 45 Arbeitskräften in der polnischen Außenstelle in Walcz und den neuen Kollegen wird die Jessenitzer GmbH das größte Unternehmen im Firmenverband "Impreglon" sein, zu dem sie gehören. Hinter dem Begriff verbergen sich 22 Unternehmen auf der ganzen Welt, die 800 Mitarbeiter beschäftigen und die sich selbst als Experten für Beschichtungen aller Art bezeichnen. Für Geschäftsführer Studtmann, der gestern am Arbeitsplatz seinen 61. Geburtstag feierte, und Betriebsleiter Christoff Schuster gehört eine enge Zusammenarbeit mit der Schwesterfirma in Lüneburg zur täglichen Normalität. "Wir können dem Kunden beides anbieten, den präzisen Stahlbau und die nötige Beschichtung. Damit haben wir am Markt bisher guten Erfolg gehabt." Das gilt auch für das Personal. Die Arbeitsverträge sind individuell gestaltet, die Tür des Chefs steht immer offen, das Gehalt kommt pünktlich. Im Ergebnis gibt es so gut wie keine Fluktuation. Und so wird Geschäftsführer Studtmann, der sich als "Geburtsniedersachse und Gesinnungsmecklenburger" bezeichnet, zum Jubiläum am morgigen Freitag etliche Kollegen ehren können, die all die 20 Jahre im Unternehmen waren. Wie die Ehrung ausfällt ist allerdings noch geheim. Die Jessenitzer Firma entstand 1992 aus den Resten der früheren Außenstelle des Kreisbe-triebes für Landtechnik. Die Jessenitzer waren damals auf die Fertigung von Förderschnecken für das frühere "Kombinat Fortschritt" spezialisiert.

Die Neugründung der GmbH geht dann wesentlich auf den Lübtheener Wilhelm Schintag und auf den Lüneburger Investor Siegfried Deckert zurück. Begonnen wurde 1992 mit 22 Mann. Jetzt ist die Entwicklung so rasant geworden, dass das regionale Stromnetz für die Produktion zu schwach geworden ist. Und so hofft man in Jessenitz sehnlichst, dass die Wemag endlich mit dem lange zugesagten Bau des neuen Anschlusses und des dafür nötigen Transformators beginnt, damit die Produktion nicht mehr eingeschränkt werden muss. Die Kosten für den Anschluss müssen die Jessenitzer selber tragen.

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