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Kaarßen : Auf ein Stelldichein mit „Isabella“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Rund 2500 Besucher freuten sich an den verschiedenen historischen Fahrzeugen, die beim 18. Oldtimertreff in Kaarßen zu sehen waren

svz.de von
erstellt am 19.Mai.2014 | 14:12 Uhr

Wie viele Geschichten könnte man nach einem Bummel über den Festplatz in Kaarßen von Schraubern, Sammlern, Technikfreaks, Ersatzteiljägern, Experten und stolzen Besitzern erzählen?

Liebhaber aus sechs Bundesländern präsentierten am Sonntag zum 18. Mal auf Einladung der „Lanz-Bulldog-Freunde“ über 400 historische Fahrzeuge mit mindestens zwei Rädern und bewiesen, dass Trabant, Schwalbe oder Brockenhexe Kult und Kulturgut sind.

Eine Zeitreise in die formschönen 50er-Jahre konnte man mit der Sammlung von Borgward-Modellen von Vereinsmitglied Arno Burmester aus Stixe unternehmen. Isabella, Alexander oder Arabella heißen diese schnittigen Autos. Darunter auch das Hauptfahrzeug des diesjährigen Treffens: Der erste Van, gebaut von der Firma Lloyd aus Bremen, ein himmelblauer Sechssitzer aus dem Jahr 1956, mit dem man gerne mal eine Spritztour unternehmen möchte. Auf ganz andere liebevolle Details der Zeitgeschichte traf man im Cockpit eines IFA-Barkas Kleinlasters aus Laave, hier saß die komplette Belegschaft des „Sandmännchens“ mit Frau Elster und Co. - im Puppenformat - hinterm Steuer.

Zum stilgerechten Übernachten im „Klappfix“ und „Qek-Junior“, mit denen auch mal gerne an der Ostsee gecampt wird, waren bereits am Vorabend die IFA-Freunde aus Hagenow angereist. „Wir kommen so gerne hier her“, schwärmt Chefin Heike Mahncke von dem Treffen in Kaarßen, „die Atmosphäre ist so familiär und gemütlich.“ Baddy, Michi, Mülli, Brauni und die anderen IFA-Freunde finden es einfach schön, wenn die Besucher ihre mit viel Herzblut gepflegten Trabi-Modelle bewundern, an denen alle Teile original sind, wie sie versichern.

Auf eine traurige Geschichte machte Organisator Heinrich Rücker aufmerksam. Zwischen den historischen Landmaschinen des Kaarßener Vereins steht auch ein Laster, mit dem zahlreiche Bewohner der Elbkante in den 50er bis 70er Jahren aus dem ehemaligen Grenzgebiet zwangsausgesiedelt worden sind. „Wir möchten auch ein solches Fahrzeug instand setzen, damit die mit ihm verbundenen historischen Ereignisse und menschlichen Schicksale in unserer Region nicht in Vergessenheit geraten“ erklärte Heinrich Rücker.

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