Boizenburg : Auf der Suche nach Touristen

In angenehmer Atmosphäre tauschten sich der Verein Naherholung im Umland Hamburg und die anwesenden Vertreter der Kommunen über zukünftige Projekte aus.
In angenehmer Atmosphäre tauschten sich der Verein Naherholung im Umland Hamburg und die anwesenden Vertreter der Kommunen über zukünftige Projekte aus.

Vertreter der Gemeinden aus dem Altkreis Hagenow berieten mit Verein Naherholung im Umland Hamburg über Potentiale der Region

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14. März 2018, 10:28 Uhr

Vor gut einer Woche war Boizenburgs Bürgermeister Harald Jäschke in gewisser Hinsicht Gast im eigenen Haus. Diesen Umstand nahm der Verwaltungschef allerdings mit Freude an. Wurden er und Vertreter aus Zarrentin, Lübtheen, Wittenburg, Hagenow, Hagenow-Land sowie der Gemeinde Nostorf doch vom Verein Naherholung im Umland Hamburg ins Boizenburger Rathaus geladen, um Möglichkeiten zu beratschlagen, wie die Gemeinden noch attraktiver für Touristen werden können.

So wies Jäschke in den einleitenden Worten zu dieser Veranstaltung zum einen darauf hin, dass Boizenburg in der Vergangenheit bereits einen großen Stellenwert als Naherholungsort für viele Hamburger hatte. Zum anderen merkte er jedoch auch an: „Wir sind nicht wieder dieser Ort, der wir mal vor der deutschen Teilung waren. Deswegen sind wir dankbar über jede Hilfe, die wir bekommen.“

Und Hilfe haben Boizenburg und die anderen anwesenden Gemeinden bereits häufiger vom Verein erhalten. So schilderte der stellvertretende Geschäftsführer Udo Bendzko, dass seit dem Jahr 1991, in welchem der Altkreis Hagenow in den Kreis der zu fördernden Gebiete aufgenommen wurde, 48 Projekte durch den Verein mit insgesamt fast 500 000 Euro bezuschusst wurden. Darunter fielen unter anderem Arbeiten am Zarrentiner Freizeitbad oder dem Waldbad in Probst Jesar nahe Lübtheen, aber auch die Installation des Beobachtungsturms „Elwkieker“ auf dem Boizenburger Elbberg. So warf auch Jutta Piontek vom Amt Zarrentin ein: „Wir sind dankbar über diese Kofinanzierungen.“

Diese sind hierbei immer relativ unbürokratisch und schnell vom Verein bereitgestellt worden, wie Bendzko in seinem Rückblick auf das bisher Geleistete anmerkte. Auf diesen Lorbeeren wollen und können sich die Parteien allerdings nicht ausruhen. Dementsprechend mahnte Bendzko die Entscheidungsträger, vorhandene Potenziale zu nutzen. So wurde das Treffen im Rathaus auch dafür genutzt, um zukünftige Projekte zu besprechen. Angeführt wurde unter anderem ein Radweg, der Wittenburg mit Hagenow und Hagenow-Land verbinden soll und in seiner Funktion für die Zielgruppe der Tagestouristen nützlich wäre. Dem stand Bendzko sehr offen gegenüber. Er wies in Anbetracht dessen darauf hin, dass die Projekte, die der Verein fördert, einen überregionalen Charakter haben und im Einklang mit der Natur stehen müssen. Ein Aspekt, den die Vertreter der Region unterstrichen. Wissen sie doch um den Reiz der hiesigen Landschaft. So sind vielleicht bald noch mehr Besucher aus Hamburg zu Gast im Boizenburger Rathaus.

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