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Hagenower Kreisblatt

22. Oktober 2017 | 01:26 Uhr

Auf den Spuren des „Zettel-Mannes“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ab sofort zu erleben ist eine besondere Würdigung Richard Wossidlos

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 11:11 Uhr

Die Schüler der 10a der Tarnow-Schule erlebten gestern eine ganz besondere Ehre. Konnten sie doch als Premierengäste die neue Ausstellung im Boizenburger Museum in Augenschein nehmen. Das passierte natürlich nicht grundlos und war auch mit der kleinen Mühe eines Vortrages von und mit Museumsleiterin Karin Wulf verbunden.

Es geht um den „Volksprofessor“, den „Zettel-Mann“, den Lehrer, der sich um die plattdeutsche Sprache mit einem irrsinnigen Fleiß und Willen verdient gemacht hat, es geht um Richard Wossidlo.

Über den Mann wissen die Schüler der 10 a seit gestern einiges mehr, der anschauungsreiche Vortrag der Musumsleiterin klärte sie auf. Über die Verdienste des Mannes, die dieser sich vor allem an den plattdeutschen Sprache mit der Herausgabe seiner Mecklenburgischen Wörterbücher erworben hat. Wissen sie was die Worte Ösfatt, tüffelig, Dock, Knäwelschapp, Spittlock, Groterjahn oder Ballerabend zu bedeuten haben? Diese Aufgabe wurde gestern den Schülern gestellt, das Internet hilft in diesen Fällen längst nicht immer. Wossidlos Wörterbücher schon. Doch der Mann, der mehr als 50 Jahre durch Mecklenburg gewandert ist, 3000 Orte besuchte und zwei Millionen Zettel mit Notizen über Worte, Anekdoten und Rätsel sammelte, hat noch mehr zu bieten. Das erfährt man in der Ausstellung, die nun bis zum 31. Mai im Heimatmuseum zu sehen ist.

Und die Schüler? Für sie wird Wossidlo am Ende ihre Projektes nur einer von vielen Namen sein, die an städtischen Straßenschildern stehen. Künftig sollen kleine Tafeln, die Personen erklären. Bisher haben die Jugendlichen 24 Straßenschilder in der Stadt ausgemacht, die einen Namen tragen.

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