zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

21. Oktober 2017 | 18:08 Uhr

Vogelkunde : Auf den Spuren der Kraniche

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ranger Sven Schmidt nimmt Besucher mit zu den Sammelplätzen der Zugvögel. Neue Aussichtsplattform erleichtert Beobachtung

von
erstellt am 18.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Sie sind die Könige der Lüfte. In einigen Kulturen gelten die majestätischen Tiere sogar als göttliche Botschafter. Wenn sich  eine Schar von Kranichen in die Lüfte erhebt, bleibt dieses Ereignis in Erinnerung. Dieses Spektakel wollten sich Christa Jechlitschka und Joseph Sternweiler in diesem Herbst nicht entgehen lassen. Sie sind aus Berlin in die Schaalsee-Region gekommen, um hier die Rastplätze der Zugvögel zu besuchen. „Ich komme ursprünglich aus Wittenburg und wir verbinden den Ausflug gleich mit einem Besuch in der alten Heimat“, erzählt die Berlinerin.

Im Internet haben die beiden Besucher  von der Exkursion mit den Rangern des Biosphärenreservatsamtes gelesen. „Mein Vater wollte uns früher die Kraniche immer zeigen, aber ich habe es nie geschafft mitzugehen“, erinnert sich Christa Jechlitschka. Nun hoffen die beiden, die majestätischen Vögel bei der Kranichführung beobachten zu können.

Auch Angelika und Günter Merke sind von den riesigen Zugvögeln angetan. Das Paar kommt ursprünglich aus der Nähe von Bochum und verbringt zweimal im Jahr seinen Urlaub in Mecklenburg. „Bei uns im Ruhrgebiet ziehen die Kraniche im Herbst auch rüber, aber sie rasten dort nicht“, erzählt Günter Merke. „Es sind schon beeindruckende Vögel.“

Zwei Führungen bietet das Biosphärenreservatsamt in diesem Herbst an. Die Ranger versuchen die Gäste  mit zu ausgesuchten Orten zu nehmen,  an denen sie mit etwas Glück die Kraniche beim Anflug ihrer Schlafgewässer beobachten können. „Die Vögel suchen sich natürlich  bewusst Plätze aus, wo sie geschützt sind“, erklärt Sven Schmidt, der die Führungen als Ranger durchführt.  „In kleineren Gruppen haben wir schon bis zu 500 Kraniche gesehen, aber  heute wird mir das etwas schwer fallen“, so der Ranger weiter.  Die Zugvögel bevorzugen in diesem Herbst eher Rastplätze in der Kernzone des Biosphärenreservates, die für Besucher nicht zugänglich sind. Laut Amt befinden sich derzeit rund 400 Kraniche in der Region.

Die Neuenkirchner Niederung war in den vergangenen Jahren ein beliebter Rastplatz für die Zugvögel. Vor rund sechs Wochen wurde hier die Aussichtsplattform „Kranichkieker“ eröffnet. „So können die Touristen verdeckt etwas näher an die Kraniche herankommen“, erzählt Schmidt. Bis in den Dezember hinein bleiben die Kraniche hier in der Region, bevor sie ihre Reise weiter in den Süden antreten. Am Samstag, den 31. Oktober um 16.30 Uhr bieten die Ranger eine weitere Führung zu den Rastplätzen an. Die  Exkursion dauert etwa drei Stunden und starten am Pahlhuus in Zarrentin.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen