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Start für Bauarbeiten in Vielank : Auf dem Weg zu einer echten Hausbrauerei

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Wer derzeit in Rostock oder Bützow nach den Fassbrausen aus dem Hause Vielank greifen will, muss oft warten. Die kleine Brauerei kommt mit den Lieferungen seit Monaten einfach nicht hinterher. Das soll sich nun ändern.

svz.de von
erstellt am 18.Sep.2013 | 11:40 Uhr

Vielank | Wer derzeit in Rostock oder Bützow nach den Fassbrausen aus dem Hause Vielank greifen will, muss oft genug warten. Die kleine Brauerei kommt mit den Lieferungen auch für den Bierbereich seit Monaten einfach nicht hinterher. Das soll sich nun schnell ändern, denn in dieser Woche haben die lange vorbereiteten Bauarbeiten am Brauhaus begonnen.

Zunächst wird das unmittelbar an das Gelände grenzende Wohnhaus mit seinen Nebengebäuden abgerissen. Auf diesem Platz wird dann eine Lagerhalle errichtet, die Platz für 1200 bis 1800 Paletten bieten wird. Zugleich soll die Halle neue Gärkessel aufnehmen. Zugleich wird dann die gesamte Abfüllung umgebaut, die Kapazität verdreifacht. Nach dem Umbau wird es auch möglich sein, Bier und Brause parallel abfüllen zu können. Bisher geht das nicht. Andreas Hüttmann, seit einigen Monaten Besitzer der Brauhauses, beziffert die Gesamtinvestion auf gut zwei Millionen Euro. Zu dem Paket gehört auch eine erneuerte Dampferzeugung. Das alles zusammen soll die Nachfrage nach Vielanker Produkten möglichst schnell befriedigen. Denn allein bei der Faßbrause ist in den vergangenen Monaten die Nachfrage um 70 Prozent gestiegen, wie Anja Rabe, die seit drei Monaten im Einsatz befindliche Geschäftsführerin für Vielank und Dömitz verriet. Nicht viel schlechter sieht es bei der Biernachfrage aus, sie stieg um 40 Prozent.

Das liegt auch an den neuen Handelspartnern, die gewonnen werden konnten. Ein Ende des Bedarfes, so Besitzer Hüttmann, ist noch lange nicht in Sicht. Denn noch immer würde der übergroße Anteil des Vielanker Bieres in Flaschen abgefüllt. Die großen Mengen lassen sich aber erst über Fässer absetzen. Und so soll mit der deutlichen Produktionserweiterung auch die Anzahl der Fässer spürbar zunehmen. Für Absatz ist gesorgt, denn der neue Besitzer ist als Partyveranstalter im Raum Hannover groß geworden und kann dann für seine Events seine eigenen Getränke ausschenken.

Bisher lag die Kapazität in Vielank im Jahr bei 6500 Hektolitern. In einem ersten Schritt soll diese auf 17 000 Hektoliter steigen. Doch selbst damit ist Vielank immer noch eine kleinere Brauerei im Vergleich zu den Branchenriesen. Hüttmann: "Wir vollziehen jetzt den Schritt von der Mikro- zur Hausbrauerei."

Dafür muss jede Menge angschafft werden, Holzkisten z. B., in denen das Bier angeboten wird. Trotz Pfands werden ein Drittel der Holzkisten zweckentfremdet und gar nicht mehr abgegeben. Benötigt werden aber auch mehr Mitarbeiter. Geschäftsführerin Rabe spricht von bis zu acht Stellen, die man zusätzlich schaffen werde, um die Aufgaben zu bewältigen. Trotz zahlreicher Wechsel im Management und Küche ist die Zahl der Beschäftigten unter dem neuen Besitzer in Vielank und Dömitz insgesamt konstant geblieben. Sie liegt für beide Häuser immer noch bei 100 Mitarbeitern.

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