Neu Gülze : Auf dem „Friewei“ ist die Hölle los

Durch die Trockenheit wird nicht nur durch die Bauarbeiten Staub aufgewirbelt, sondern vor allem durch unerlaubten Durchgangsverkehr.
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Durch die Trockenheit wird nicht nur durch die Bauarbeiten Staub aufgewirbelt, sondern vor allem durch unerlaubten Durchgangsverkehr.

Am Montag haben die umfangreichen Bauarbeiten an der Dorfstraße begonnen. Sperrung wird oft ignoriert

svz.de von
07. Juni 2016, 21:00 Uhr

Der ständige Baulärm, dem die Anwohner des Frieweis in Neu Gülze seit Montag ausgesetzt sind, ist an sich schon keine Freude. Doch dass diverse Autofahrer die Sperrung der Dorfstraße nicht beachten und trotz der Sanierung von Fahrbahn und Gehweg die Orts-Durchquerung benutzen, macht das Ganze bei dieser Hitze zu einer regelrechten Hölle. Denn wer die Straße jetzt mit dem Pkw oder schlimmer noch, mit dem Lkw befährt, wirbelt so sehr den trockenen Staub auf, dass kaum Luft zum Atmen bleibt.

„Es sind vor allem ortskundige Fremde, die den Friewei trotz der Sperrung noch befahren“, weiß Frank Ahlers, stellvertretender Bürgermeister von Neu Gülze. Er ist gleichzeitig auch der Vorsitzende des Ausschusses für Bau und Ordnung und damit der erste Ansprechpartner für Beschwerden in dieser Angelegenheit, die ihn seit vorgestern zuhauf erreichen. „Die meisten benutzen den Friewei als Abkürzung von Gülze und aus dem Amt Neuhaus. Wenn die mich hinterm Lenkrad beim Durchfahren erkennen, werden die ganz klein.“

Frank Ahlers hat sich schon an den Fachbereich Ordnung vom Amt Boizenburg Land gewendet mit der Bitte um Rat. Dort wurde den Bürgern empfohlen, die Autokennzeichen der Durchfahrer aufzuschreiben und sofort anzuzeigen.

Für das Befahren einer für den Durchgangsverkehr gesperrten Straße droht ein Bußgeld von jeweils 20 Euro. „Die Anlieger dürfen den Friewei natürlich benutzen“, so Frank Ahlers. „Die Anlieger vom Buernenn hinter der Eisenbahnbrücke aber schon nicht mehr. Die müssen die ausgeschilderte Umleitung nehmen.“

Diese Umleitung ist allerdings tatsächlich langwierig und umständlich. Sie führt von Neu Gülze über die B 5 Richtung Boizenburg-Bahnhof, dort muss man in Richtung Bahlen fahren bis zur Milchviehanlage Timkenberg Horst kurz vor Gülze und dann auf einen mäßig asphaltierten Waldweg abbiegen.

Das Ganze dauert je nach Verkehrslage ca. 15 Minuten länger, da ist die Verlockung groß, einfach den gesperrten Friewei entlang zu fahren. Da der Gehweg schon weg ist und nun ein Meter von der Fahrbahn abgebrochen wird, ist die Straße jedoch ziemlich schmal. „Wenn sich dann ein Lkw und ein Pkw gegenüber stehen, haben alle ein Problem“, beschreibt Ahlers die Situation.

„Wir mussten die Bauarbeiten deshalb schon unterbrechen“, erzählt Hendrik Giese von der Firma LKT aus Hagenow, die die Bauarbeiten durchführt. Er ist auch der Ansprechpartner der Firma für alle Fragen und Beschwerden im Zusammenhang mit der Baumaßnahme. Die Bauarbeiten werden noch bis September andauern.

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