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Hagenower Kreisblatt

19. Oktober 2017 | 07:16 Uhr

Arche-Bauern gezielt helfen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Freunde des Arche-Projektes gründeten einen Förderverein

svz.de von
erstellt am 17.Apr.2014 | 15:40 Uhr

Frischer Wind und erstmals auch Geld für Deutschlands erste Arche-Region: Am Montag vor einer Woche haben Freunde des Arche-Projekts an der Elbe einen Förderverein gegründet, mit dabei sind auch ein Landrat und ein ehemaliger Minister. Zusätzlich wird ein Beirat berufen für die fachliche Unterstützung. Der Verein will laut Satzung aktiv für die vom Aussterben bedrohten Haustierrassen werben und setzt sich auch für Landschaftspflege und Naturschutz in der Flusslandschaft Elbe ein.

In den Vorstand des „Fördervereins der Arche-Region Flusslandschaft Elbe“ wurden gewählt: Holger Hogelücht aus Rosien im Amt Neuhaus als Vorsitzender, seine Stellvertreter sind Jürgen Schulz aus Lüchow und Hartmut Heckenroth aus Langenhagen/Hannover. Als Schatzmeister fungiert Ulrich Mentz aus Lüneburg, die Schriftführerin ist Angelika Hoffmann aus Bitter. Beisitzer sind Gert Lindemann aus Hohenhameln, Hans-Jürgen Niederhoff aus Dellien und Maja Züghart aus Neuhaus.

Seit ihrer Gründung vor drei Jahren mit zehn Betrieben ist die Arche-Region deutlich gewachsen. Heute halten 117 Familien vom Aussterben bedrohten Tierrassen in der Elbtalaue. 16 Landwirte sind als „Arche-Betriebe“ zertifiziert von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH). Die Hälfte aller 113 Rote-Liste-Rassen hat in der Flusslandschaft ein Zuhause gefunden.
Wo alte Nutztierrassen gehalten werden, entwickelt sich auch Artenreichtum in der Pflanzenwelt. Aber das Arche-Projekt sei mit viel Idealismus verbunden, so Vorsitzender Holger Hogelücht. Die alten Rassen wachsen langsamer und sind kleiner als die modernen Hochleistungstiere. „Wir wollen auch ein Zeichen setzen gegen die Massentierhaltung und setzen uns für regionale Erzeugung ein“.

Der neue Förderverein will den Arche-Landwirten nun gezielt unter die Arme greifen und Maßnahmen fördern, um die traditionell bäuerliche Haltung und Vermarktung der Tiere zu unterstützen. Zudem geht es um den Aufbau einer lokalen Schlachtmöglichkeit. „Es kann nicht sein, dass wir weiterhin so weite Wege zu den Schlachtern haben wie bisher. Denn wir ziehen unsere Tiere stressfrei und naturnah auf,“ so Hogelücht. Der Förderverein soll umgehend als gemeinnützig anerkannt werden. Er kann auch Spendenquittungen ausstellen.


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