Wittenburg : Andrang in der Kleiderbörse

Der Andrang war groß - 50 bis 60 Flüchtlinge nahmen die Unterstützung der Kleiderkammer in Wittenburg in Anspruch.
Der Andrang war groß - 50 bis 60 Flüchtlinge nahmen die Unterstützung der Kleiderkammer in Wittenburg in Anspruch.

50 bis 60 Flüchtlinge kommen zum Start in der Bauernmarkthalle in Wittenburg / Weitere Spenden nötig

svz.de von
23. September 2015, 11:30 Uhr

Die Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge in Wittenburg und Umgebung ist groß, hieß es gestern aus dem Rathaus der Stadt. Immer mehr Bürger bringen vor allem Sachspenden in die Verwaltung oder zu den Kirchen und demonstrieren so nicht nur Toleranz und Weltoffenheit, sondern vor allem Nächstenliebe und Humanität für Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Hunger, Tod und Elend ihre Heimat verlassen müssen.

Mit Engagement und unkonventionellen Ideen arbeiten mittlerweile viele Wittenburger zusammen, um auf möglichst einfachem und schnell wirksamem Weg Flüchtlingen nicht nur in Wittenburg, sondern in der Region zu helfen. So haben in der vergangenen Woche innerhalb weniger Stunden, nachdem Bürgermeisterin Dr. Margret Seemann davon erfahren hatte, dass in Hagenow dringend warmes Bettzeug für Säuglinge und Kleinkinder benötigt wird, Wittenburger unzählige Decken, Federbetten, Kopfkissen, Schlafsäcke und Bettwäsche gespendet, die von Mitarbeitern der Verwaltung nach der Dienstzeit nach Hagenow gebracht wurden.

In Zusammenarbeit der Stadt mit der Evangelischen und der Katholischen Kirche Wittenburg ist es möglich geworden, in der alten Bauernmarkthalle eine „Kleiderkammer für Flüchtlinge“ einzurichten. Am letzten Sonnabend öffnete die Ausgabestelle zum ersten Mal ihre Türen, damit sich die Flüchtlinge zumindest mit dem Nötigsten versorgen können. Etwa 50 bis 60 Flüchtlinge kamen und machten von dem Angebot an gespendeter Kleidung, Schuhen und Spielzeug Gebrauch. „Ich habe selten so häufig das Wort „Danke“ gehört. Den Dank gebe ich gerne an alle Spender und an diejenigen, die die Kleiderkammer durch ihren Einsatz möglich machen, weiter“, so Seemann.

Noch bieten die Regale in der alten Markthalle jedoch jede Menge Platz, so dass die ehrenamtlich Engagierten auf weitere Spenden hoffen, um die Flüchtlinge auch in den kommenden und vor allem kälter werdenden Wochen und Monaten zu unterstützen. Gebraucht wird im Grunde alles von Kleidungsstücken über Hygieneartikel, Schulmaterialien, Ranzen bis hin zu Spielzeug und Kuscheltieren für die Kinder. Insbesondere werden aber dringend Winterkleidung und Kleidung für Männer in den Größen S/M, 46 bis50 und 164 bis 176 sowie Damenschuhe (Größe 35 bis 39) benötigt.

Spenden werden weiterhin entgegengenommen: in der Katholischen Kirche von Montag bis Freitag täglich von 9 bis 12 Uhr, der Evangelischen Kirche jeden Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr, in der Bauernmarkthalle zu den Öffnungszeiten und in der Stadtverwaltung, in der Molkereistraße 4, ebenfalls zu den Öffnungszeiten.

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