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Ende von DVB-T : Analoges Signal verstummt bald

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ende von DVB-T in acht Wochen – Full HD ab Ende März: NDR informiert mit einer Hotline/Bei Fragen an einen Fachmann wenden

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2017 | 05:00 Uhr

In acht Wochen endet das bisherige digitale Antennenfernsehen – und für viele Fernsehzuschauer bedeutet dies, dass ihr Bildschirm schwarz bleibt, wenn sie nicht rechtzeitig handeln.

In der Nacht von Dienstag, 28. März, auf Mittwoch, 29. März, wird in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns von DVB-T auf DVB-T2 HD umgestellt. Das neue digitale Antennenfernsehen ist von diesem Zeitpunkt an in Full-HD-Qualität zu empfangen. Vorhandene DVB-T-Empfänger können für das neue Signal jedoch nicht verwendet werden. Fernsehzuschauer benötigen daher eine DVB-T2-HD fähige Set-Top-Box oder ein DVB-T2-HD-taugliches Fernsehgerät. Die DVB-T Antenne kann auch für DVB-T2 HD verwendet werden.

Unter 08000 63 70 99 hat der NDR beispielsweise eine kostenlose Hotline eingerichtet, heißt es in einer Pressemitteilung. Fernsehzuschauer können sich hier täglich zwischen 6.30 Uhr und 23.30 Uhr individuell informieren. Weitere Informationen erhalten sie online unter ndr.de/technik. Dort erfährt der Fernsehzuschauer z. B. nach Eingabe der Postleitzahl den konkreten Umstellungszeitpunkt in seiner Region.

Ab dem 29. März sind die öffentlich-rechtlichen Programme in vielen Regionen per Zimmer-, Außen- oder Dachantenne und sogar portabel unterwegs ohne zusätzliche Kosten in Full HD (1080p50) zu empfangen. In Mecklenburg-Vorpommern erfolgt die Umstellung zunächst in den Regionen Schwerin, Wismar, Neubukow, Sternberg, Goldberg, Parchim, Ludwigslust, Hagenow, Gadebusch und Grevesmühlen sowie in den Regionen Rostock, Güstrow, Ribnitz-Damgarten und Tessin.

Zur Umstellung am 29. März müssen die Fernsehzuschauer einen Sendersuchlauf durchführen, um das gesamte DVB-T2 HD-Angebot zu empfangen. Beim Kauf eines neuen Empfangsgeräts ist darauf zu achten, dass es den HEVC/H.265 Codec unterstützt. Sämtliche Geräte mit dem grünen DVB-T2 HD Logo oder einem freenet TV-Logo sind für den Empfang geeignet. Die Fernsehzuschauer, die bereits jetzt auf ein neues Gerät umsteigen, empfangen nach einem durchgeführten Sendersuchlauf bis zur Umstellung nicht nur ihr gewohntes DVB-T-Angebot, sondern in den Ballungsgebieten Rostock und Schwerin darüber hinaus bereits Das Erste, RTL, ProSieben, SAT.1, VOX und ZDF in Full HD-Qualität.

Mit der Abschaltung werde sich die Vielfalt der hochauflösenden HD-Programme erhöhen, erklärt Rundfunk- und Fernsehtechniker Helmut Hensen, der für das analoge Fernsehen in Mecklenburg-Vorpommern auch keine wirkliche Zukunft mehr sieht. „Wir werden wahrscheinlich auch bald dran sein. Wer jetzt noch über Zimmerantenne oder die Antenne auf dem Dach die Programme empfängt, muss sich dann entweder einen neuen Fernseher oder einen Digitalreceiver zulegen. Der Radioempfang via Kabel bleibt analog“, sagt der 52-Jährige, der seit 1990 selbstständig ist. Für diejenigen, die über Satellit oder Kabel, empfangen, ändere sich nichts. Bei Unklarheiten oder Fragen solle man am besten einen Fachmann konsultieren, rät Hensen, der 1982 begann, in seinem Beruf zu arbeiten. „Über DVB-T2 wird auch unser Bundesland nach und nach mehr Sender mit hochauflösenden HD-Programmen erhalten. Jetzt gibt es nur sechs und Privatfernsehen in Schwerin und Umgebung.“

Die Entwicklung der Fernsehtechnik in den letzten 27 Jahren bezeichnet Hensen als „revolutionär“. Wo er früher Geräte mit Röhren und Lötkolben repariert habe, fungiere heute ein PC mit Monitor. „Die heutige Fernsehergeneration hat mit der guten alten Bildröhre nichts mehr gemein.“ Die immer größer werdenden Flachbildschirme benötigten auch höhere Auflösungen. „Als nächstes kommt OLED, damit könnte man theoretisch den Fernseher wie ein Bild aufrollen. Auch 3-D-Laser ist ein Thema, das uns bald schon beschäftigen wird“, ist sich der Experte sicher.

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