Amt rüstet sich für Zukunft

Der Amtssitz in Hagenow: Hier werden die 20 Gemeinden das Amtes Hagenow-Land verwaltet.
Der Amtssitz in Hagenow: Hier werden die 20 Gemeinden das Amtes Hagenow-Land verwaltet.

Hohe Investitionen in Amtsgebäude und Technik geplant / Gemeinden zahlen künftig einen höheren Betrag an Verwaltung

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06. Dezember 2018, 05:00 Uhr

Von Sorgenfalten ist noch keine Spur erkennbar. Dafür gibt es bisher auch keinen Grund. Und dennoch bereitet Alfred Matzmohr, leitender Verwaltungsbeamter im Amt Hagenow -Land, die Gemeinden schon jetzt auf eine Zukunft vor, in der die Ausgaben für die Verwaltung wohl auch prozentual steigen werden. Hintergrund sind zu erwartende Investitionskosten in das Amtsgebäude und neue Technik. „Wir müssen am Ball bleiben“, so Matzmohr, deshalb würden sich die geplanten Investitionen auch gleich schon im kommenden Jahr auf den Haushalt in der Verwaltung niederschlagen.

Im Amtsgebäude in der Hagenower Bahnhofstraße werden die noch 20 Gemeinden des Amtes Hagenow-Land verwaltet. Zuletzt wurde dort 1994 kräftig investiert und angebaut. Nun sind langsam Renovierungen nötig. „Wir haben jahrelang nichts gemacht. Die Bausubstanz ist meiner Meinung nach in Ordnung“, so Matzmohr. Aber es müssten unter anderem das Rohrleitungssystem oder die Lüftung im Archiv erneuert werden. „In den kommenden zwei Jahren haben wir deshalb 50 000 Euro für das Haus eingeplant“. Im Vergleich zu den Investitionen, die im Bereich Technik geplant sind, ist das allerdings ein eher kleiner Betrag. „Ich gehe davon aus, dass wir einen anspruchsvollen Haushalt haben. Allein für Investitionen in die Hardware sind in den kommenden Jahren 120 000 Euro angesetzt.“

Und diese seien auch nötig, wie Steven Hufnagel meint, der im Amt Hagenow-Land für die Steuerung der IT-Systeme verantwortlich ist. Die Bürgermeister der Gemeinden müssten sich darauf einstellen, dass künftig 30 000 bis 40 000 Euro pro Jahr investiert werden. Das hänge auch mit den Anbietern der Computerprogramme zusammen, für einige ende die Unterstützung, so dass neue gekauft werden müssten. „Das Investitionsprogramm 2019 steht im Zeichen der umfassenden Digitalisierung aller Verwaltungsprozesse und berücksichtigt zudem den notwendigen Austausch der seit acht Jahren im Einsatz befindlichen IT-Infrastruktur“, heißt es dazu in der Haushaltssatzung, die die Bürgermeister der 20 Gemeinden auf der jüngsten Amtsausschusssitzung durchwinkten.

Im kommenden Jahr plant die Amtsleitung auch aufgrund dieser Investitionen ein, mehr Geld auszugeben, als durch die Gemeinden eingezahlt wird. Ein Minus von 253 000 Euro steht unterm Strich im Finanzhaushalt. Dennoch soll die Amtsumlage für die Gemeinden nicht steigen. Im Gegenteil: Sie wird auf 17,5 Prozent gesenkt. „Damit liegen wir im Vergleich zu anderen Ämtern, im niedrigen Bereich“, meint Alfred Matzmohr. Noch, denn das könne sich schnell ändern, wenn die guten Ergebnisse, wie in den Vorjahren, weiterhin ausbleiben. Dann winkt eine Umlage von mehr als 20 Prozent.

So kurios es klingt, die tatsächlichen Beträge pro Einwohner steigen aber schon jetzt. Hintergrund ist, dass die Gemeinden offenbar mehr Einnahmen generieren werden, damit theoretisch finanziell besser aufgestellt sind. Die Umlage steigt so von 160,10 Euro pro Einwohner in diesem Jahr auf 163,16 Euro pro Einwohner in 2019.

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