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Amt Neuhaus: Freiwillige Helfer dringend gesucht

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erstellt am 06.Jun.2013 | 10:01 Uhr

Amt Neuhaus | Gestern löste Landrat Manfred Nahrstedt um 9 Uhr den Katastrophenalarm aus. Damit ist die Zuständigkeit für den Hochwasserschutz auf den Landkreis übergegangen. In der Feuertechnischen Zentrale in Scharnebeck sind nun die technische Einsatzleitung und der Katstrophenstab des Landkreises im Einsatz.

Gestern wurde auch beschlossen, dass der Elbedeich in seiner ganzen Länge mit Sandsäcken auf 30 Zentimeter erhöht werden soll. "Das sind für den Elbdeich im Landkreis Lüneburg 650 000 Sandsäcke, die gefüllt und auf den Deich gepackt werden müssen", erläuterte Deichverbandsvorsteher Hans Ebeling gestern am frühen Nachmittag, nachdem der Krisenstab getagt hatte. In Wehningen wird mit der Aufkadung angefangen. Denn die Prognose, dass am Pegel Neu Darchau am kommenden Mittwoch 8,70 Meter auflaufen würden, ließ allen Verantwortlichen das Blut in den Adern gefrieren. Es hätte bedeutet, dass das Wasser 13 Zentimter höher als die Deichkrone ist und demnach drüber läuft. Gestern war die Vorhersage nicht mehr ganz so dramatisch, aber ernst genug, dass nun beide Landkreise Lüneburg und Ludwigstlust-Parchim sich entschlossen haben, die Deicherhöhung durch Sandsäcke durchzuführen.

"Wir suchen dringend freiwillige Helfer an den vier Deichpflegeplätzen in Preten, Pommau, Bitter und Stiepelse", unterstreicht Bürgermeisterin Grit Richter. Man könne sich direkt dorthin begeben, sich bei der Gemeinde melden oder beim Neuhauser Deichverband. Jede Hand werde gebraucht, um diese große Menge an Sandsäcken zu befüllen. Die Helfer würden allerdings für ihre Arbeit nicht entlohnt. Die Feuerwehr Amt Neuhaus und auch die Wehren im übrigen Landkreis wurden schon am Dienstagnachmittag alarmiert. Die Kameraden haben in zwei Schichten bis gestern früh durchgearbeitet und schon 40 000 Säcke befüllt. Gestern Mittag erfolgte eine zweite Alarmierung, aber da waren die meisten noch auf ihrer Arbeitsstelle. Auch die Bundeswehr steht bereit, um zu helfen und alle notwendigen, logistischen Vorbereitungen werden getroffen, damit im Fall der Fälle Menschen und Tiere zügig evakuiert werden könnten. Immer noch ist ein Scheitel nicht abzusehen. "Hoffen wir auf schönes Wetter und Ostwind " so Ebeling. Leider erhöhe die Verbuschung die Wasserstände und verhindere einen schnelleren Abfluss.

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