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Hagenower Kreisblatt

18. Dezember 2017 | 04:26 Uhr

Amt Neuhaus als rauchfreie Zone

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Allgemeine „Brenntage“ gibt es im Landkreis Lüneburg nicht mehr / Baumschnitt darf nur in wenigen Ausnahmen noch verbrannt werden

svz.de von
erstellt am 23.Sep.2014 | 13:38 Uhr

Eigentlich wäre es Ende Oktober wieder soweit. An bestimmten Tagen und zu bestimmten Uhrzeiten durften bisher Gartenabfälle und Baumschnitt auf privaten Grundstücken verbrannt werden. Das ist vorbei.

Wer jetzt in seinem Garten ein Feuerchen entzünden möchte, um Grünschnitt loszuwerden, muss einen Antrag beim Landkreis stellen und kann nur im Ausnahmefall auf eine Genehmigung hoffen. Geringe Mengen werden von der Müllabfuhr mitgenommen. Genau geregelt ist Umfang und Größe von Baumschnitt, der mit abgeholt wird. Nur gebündelt darf ein maximal zwei Meter langes Paket an die Straße gelegt werden. Die einzelnen Zweige dürfen etwa elf Zentimeter nicht überschreiten.

Anträge auf eine Ausnahmegenehmigung müssen beim Landkreis gestellt werden. Der Bescheid ist in jedem Fall kostenpflichtig. Eine Genehmigung zum Verbrennen gibt es aber nur „bei einer besonderen Härte“. Zum Beispiel, wenn eine Dornenhecke entsorgt werden soll. Der Antragsteller muss in seinem Antrag plausibel begründen, warum es keine andere Verwertungsmöglichkeit gibt.

Auch wenn der Grünschnitt von einem Krankheitserreger befallen ist, kann verbrannt werden. Nun ist es aber nicht so, dass man einen Befall einfach nur angeben kann, da muss schon ein Forstarbeiter oder Baumsachverständiger sein Urteil darüber abgeben und den Baumschnitt begutachten. Fallen große Mengen an, sollte eine Schredderfirma beauftragt werden, schlägt der Landkreis vor.


Osterfeuer weiterhin gestattet


Die Osterfeuer zu verbieten, hat sich die Landesregierung aber nicht getraut. Sie zählen zu den Brauchtumsfeuern und müssen bei der Gemeinde schriftlich angezeigt werden, allerdings nicht, ohne dass vorher die Fläche geprüft wird, auf der sie stattfinden sollen. Herbstfeuer sind den Osterfeuern gleichzusetzen, wenn es sie denn schon länger gibt. Im Amt Neuhaus sind das aber nur zwei, in Sückau und Herrenhof. Wer nun meint, er könne noch eines in einem anderen Ort etablieren, der irrt. Ein weiteres Herbstfeuer wird nicht genehmigt werden, weil es sich dann ja nicht um ein Brauchtum handelt.

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