Kunst über die USA in Zarrentin : Amerikas bunte Welten lassen grüßen

<strong>Ilona Metscher, ist eine Künstlerin,</strong> die sich in keine Schublade stecken lassen möchte. <foto>Thorsten Meier</foto>
Ilona Metscher, ist eine Künstlerin, die sich in keine Schublade stecken lassen möchte. Thorsten Meier

Die USA - das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist die große Liebe von Ilona Metscher. "Das Klischeehafte, das man immer wieder auch bestätigt bekommt, fasziniert mich an Amerika", sagt die Malerin und Bildhauerin.

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25. Januar 2013, 09:48 Uhr

Zarrentin | Die USA - das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist die große Liebe von Ilona Metscher. Vier mal ist sie schon mit dem Flieger über den großen Teich. "Das Klischeehafte, das man immer wieder auch bestätigt bekommt, fasziniert mich in Amerika, das sehr Plakative und leicht Zugängliche. Die Offenheit der Menschen, die zwar nur an der Oberfläche bleibt, aber das Reisen angenehm macht", berichtet die 58-Jährige, die von all ihren Reisen Ideen und Motive mitbrachte, um sie in Bildern und Farben umzusetzen. Etwa 20 dieser Werke will die in Frankfurt am Main Geborene zusammen mit Bildern aus Zarrentin und Umgebung am Sonnabend, dem 16. Februar, um 17 Uhr im Kulturpunkt Schwalbe in der Amtsstraße 27a ausstellen. Abschließend wird es ein Konzert mit Chansons, interpretiert von Sabine Stein und Elmar Roetz, geben. Bis 15. März, jeweils sonnabends und sonntags, können die Werke von 15 bis 18 Uhr besichtigt werden.

"Die Amerika-Bilder sind alle mit einem Augenzwinkern gemalt", gesteht die Grafik-Designerin, Malerin, Bildhauerin und Schmuckgestalterin weiter. Die Gegensätze in Formen und Farben einzufangen, das sei das Reizvolle an ihrer künstlerischen Tätigkeit, verrät Ilona Metscher, die seit Mai 2012 in der Schaalsee-Stadt lebt und arbeitet. Die beruflichen Wege ihres Mannes haben sie in den Norden gespült. Seitdem mag sie auch die urwüchsigen Landschaften dieser Region. Ob Gegenständliches oder Abstraktes, in beiden Bereichen fühle sie sich zu Hause. Sie wolle die Betrachter ihrer Bilder und Fotos in Farbräume locken, in denen man visuell spazieren könne. "Bilder sollen Spaß machen und nicht nur Botschaften haben. Ich halte meine für leicht zugänglich, weil sie farbenfroh und plakativ sind", betont Ilona Metscher. Sie sei nicht angetreten, die Welt zu retten mit ihrer Kunst. "Ich möchte sie nur ein kleines bisschen schöner und lebenswerter machen." So verwundert es wohl kaum, dass die vielseitige Künstlerin auch berührende Kinderbücher sowie Kurzgeschichten schreibt und illustriert.

Ilona Metschers Kreativität einfangen und beschriften zu wollen, ist eine vergebliche Liebesmüh. Sie mag sich in keine Schublade stecken lassen, will immer offen und neugierig auf das Leben sein. In all seinen Daseinsformen. Schmunzelnd präsentiert sie beispielsweise Armreifen und Ohrschmuck. "Die Stücke sind alle aus recyceltem Material. Das waren beispielsweise mal Gummihandschuhe", verweist die Wahl-Zarrentinerin auf den Ursprung ihres Schmucks, der jetzt ein Handgelenk schmücken kann. Den sie grundsätzlich selbst kreiert und gestaltet. "Den Dingen ein neues Leben zu geben, ist mein Ansinnen. Zu jedem Stück gibt es eine kleine Geschichte, die ich dem zukünftigen Träger mit auf den Weg gebe. Da geht es unter anderem auch immer um das Wie und Warum der Entstehung", berichtet Ilona Metscher, die sich auch für ein Schulprojekt in Kolumbien und den Tierschutz auf Kreta stark macht. Offenbar, weil sie bereits die Weisheit besitzt, nicht in einem luftleeren Raum zu leben. Sondern in einer Welt, die es trotz aller Grausamkeiten und ungerechter Taten verdient, die Hand gereicht zu bekommen.

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