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Bienenseuche im Landkreis Ludwigslust-Parchim : Amerikanische Faulbrut in Waschow

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Nach dem Ausbruch der Bienenseuche im Sommer dieses Jahres in Schwerin ist jetzt auch in einer Hobbyimkerei in Waschow die „Amerikanische Faulbrut“ festgestellt worden.

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erstellt am 19.Okt.2012 | 09:55 Uhr

Waschow | Nach dem Ausbruch der Bienenseuche im Sommer dieses Jahres in Schwerin ist jetzt auch in einer Hobbyimkerei in Waschow die "Amerikanische Faulbrut" festgestellt worden. Das teilt der Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Ludwigslust-Parchim mit. Ein Zusammenhang zu dem Schweriner Geschehen besteht aber nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Um den befallenen Bienenstand wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern gebildet, der die Orte Waschow, Dodow, Bantin-Ausbau, Karft und Ziggelmark mit den zugehörigen Fluren umfasst. In diesen Sperrbezirk dürfen keine Bienenvölker gebracht oder aus dem Bezirk heraus geholt werden. Die einzelnen Imker haben entsprechende Auflagen erhalten. "Die notwendigen Untersuchungen wurden dank der günstigen Witterung bereits eingeleitet", heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises.

Imker, die ihre Bienenhaltung bisher noch nicht angezeigt haben, sollten dies unverzüglich bei ihrem zuständigen Veterinäramt nachholen. Dies gilt generell für jegliche Haltung von Bienen, nicht nur im Sperrgebiet.

Wenn ein Imker bei seinen Völkern Anzeichen feststellt, die den Verdacht auf Faulbrut nahe legen, hat er unverzüglich Anzeige bei seinem zuständigen Veterinäramt zu stellen. "Eine Meldung zu viel ist kein Problem, ein nicht erkannter Ausbruch verursacht nicht nur bei dem betroffenen Imker massive Schäden", heißt es beim zuständigen Fachdienst. Ein Seuchenausbruch müsse nicht auf schuldhaftes Verhalten des Imkers zurückzuführen sein. Das Unterlassen der Anzeige eines Seuchenverdachts sei hingegen sehr wohl ein schuldhaftes Verhalten, das nach dem Tierseuchenrecht auch eine Ordnungsstrafe nach sich ziehen könne.

Wichtig sei das frühe Erkennen der Infektion über Futterkranzproben. Damit sei die Möglichkeit gegeben, durch fachliche Maßnahmen den Erreger zu eliminieren, bevor die Seuche zum Ausbruch komme. Gegen die "Amerikanische Faulbrut" gebe es keinerlei Medikamente. Behandlungsversuche mit nicht zugelassenen Medikamenten seien nicht nur strafbar, sondern würden die Seuche lediglich verschleiern. Ausdrücklich macht der Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung darauf aufmerksam, dass es es sich bei der Amerikanischen Faulbrut um eine reine Insektenkrankheit handelt: "Menschen sind nicht gefährdet und auch auf dem Bienenstand erzeugter Honig ist für Menschen völlig unbedenklich."

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