Darchau : Altmaiers Ansprache nur virtuell

Eckard Pols in Natura, Peter Altmaier auf dem Bildschirm.
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Eckard Pols in Natura, Peter Altmaier auf dem Bildschirm.

Kanzleramtsminister konnte zur Festveranstaltung der CDU-Verbände in Darchau nicht kommen, war aber übers Netz zugeschaltet

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22. September 2015, 12:37 Uhr

Zu einer Festveranstaltung hatten der CDU Kreisverband Lüneburg, der CDU Gemeindeverband Elbe und der CDU Ortsverband Neuhaus nach Darchau in den Innenhof des Café von Rautenkranz eingeladen, um den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit zu feiern. Viele Menschen waren gekommen und alles, was Rang und Namen in der CDU hat, war anwesend. Doch auf den angekündigten Gastredner, den Kanzleramtsminister Peter Altmaier, musste man verzichten. Der hatte sich einen Infekt eingefangen und sollte auf Anraten seines Arztes Berlin nicht verlassen, wie MdB Eckard Pols den Wartenden erklärte. Aber er konnte sie mit der Aussicht trösten, dass Altmaier über Skype zugeschaltet werden würde.

Begonnen hatte die Veranstaltung mit einem Gottesdienst und dem Posaunenchor Neuhaus. Nach einer Mittagspause begrüßte Heinrich Hauel als Vorsitzender des Ortsverbandes alle Anwesenden. In seiner Rede stellte er die Frage, ob das Amt im Landkreis angekommen sei und beantwortet die Frage positiv. Nur die Brücke würde fehlen. Bürgermeisterin Grit Richter sprach den Kanzleramtsminister direkt an: „Herr Minister falls, sie schon zugeschaltet sind, bitte ich Sie, sich persönlich für eine Brücke einzusetzen.“ Nachdem noch Eckard Pols und die beiden Landtagsabgeordneten Karin Bertholdes-Sandrock und Jörg Hilmer Grußworte gesprochen hatten, war es dann soweit, die Leitung nach Berlin stand. Altmaier war auf der Leinwand nur schwach zu erkennen, aber dafür hörte man ihn umso lauter. Er sei tief berührt gewesen, als er von der tollen Geschichte des Amtes Neuhaus erfahren habe und wäre gerne persönlich gekommen, um zu 25 Jahre Deutsche Einheit zu gratulieren. „Ich erinnere mich an eine unglaublich tolle Zeit und wenn wir damals auf die Zweifler gehört hätten, hätten wir die Einheit nicht geschafft.“ Altmaiers Ansprache hatte Wahlkampfcharakter, er streifte verschiedene Themen wie die Energiewende und die aktuelle Flüchtlingsproblematik und sang ein Loblied auf die Kanzlerin. In punkto Brücke wurde der Minister aber dann doch noch konkret. Er habe sich mit der „Kleinen Wiedervereinigung“ intensiv beschäftigt. Das Problem sei vertrackt, weil der Bund Fördermittel nicht an die Kommunen, sondern nur an die Länder vergebe. „Ich werde mal mit dem Olaf Lies (Nieders. Wirtschaftsminister) telefonieren und fragen, wie es gehen könnte. Alle Verantwortlichen müssen über Parteigrenzen hinweg an einem Tisch zusammen kommen.“ Am Ende der Rede übermittelte er Grüße ,von der Frau, die Deutschland seit zehn Jahren regiert‘ und Eckard Pols dankte ,dem Lieben Peter‘ für seine Worte.

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