Zahrensdorf : Altes Gemäuer in neuem Gewand

Der Förderverein zum Erhalt der Zahrensdorfer Kirche vor dem sanierten Turm.
Foto:
1 von 2
Der Förderverein zum Erhalt der Zahrensdorfer Kirche vor dem sanierten Turm.

Förderverein für die Erhaltung der Zahrensdorfer Kirche hat mit der Sanierung des Kirchturms einen nächsten Meilenstein genommen

svz.de von
17. April 2018, 12:00 Uhr

Die Kirche in Zahrensdorf ist ein Hingucker. Stolz und massiv steht der hölzern verkleidete Turm auf seinem steinernen Fundament und stellt für Bewohner des Ortes wie Durchreisende eine beeindruckende Marke in der Landschaft dar. Zudem ist das Gotteshaus eine Erscheinung, die von Beständigkeit zeugt. Schließlich fand das Gebäude bereits im Jahr 1230 Erwähnung.

Doch von Langeweile ist trotz der langen Geschichte dieser Kirche keine Spur. Ihre Historie ist wohl ebenso lebendig wie die Natur, die gerade um sie herum erwacht. Das liegt unter anderem an dem Förderverein zur Erhaltung der Dorfkirche in Zahrensdorf. 2004 auf Initiative von Heinrich Garber gegründet wurden rasch Begebenheiten aus naher wie ferner Vergangenheit aufgearbeitet und recherchiert. Viele davon kann die Vorsitzende des Fördervereins, Angret Haase, mit Hingabe erzählen. So berichtet sie unter anderem davon, dass noch heute der katholische Ursprung der Kirche ersichtlich ist. „Außerdem ist interessant, dass der Turm Anfang der siebziger Jahre verschönert wurde, weil die Kirche hier mit das Erste war, was die Reisenden aus dem Westen von der DDR zu Gesicht bekommen haben. Dabei ist das Dach allerdings etwas flacher geworden, weil angeblich nicht so lange Balken vorhanden waren“, so Haase weiter, während sie auf alte Fotografien des Gotteshauses blickt.

Der Förderverein zum Erhalt der Zahrensdorfer Kirche plant schon neue Vorhaben.
Foto: Snit
Der Förderverein zum Erhalt der Zahrensdorfer Kirche plant schon neue Vorhaben.
 

Dass ebendieser besagte Turm so eindrucksvoll gen Himmel ragt, ist ebenso dem Förderverein mit seinen über 30 Mitgliedern und im Besonderen dem Engagement von Haase zu verdanken. Passend zum zehnjährigen Jubiläum reift in ihr der Entschluss, dass auch der damals sehr unaufgeräumte Turm wieder zum bereits verschönerten Kirchenschiff passen sollte. „Das ging alles relativ schnell. Ich habe mich schlau gemacht über Fördermöglichkeiten und dann die ganzen Anträge für eine Leader-Förderung ausgefüllt“, erinnert sich Angret Haase. „Ich habe nicht gedacht, dass das funktioniert und mich nur gefragt, wo wir das viele Geld auftreiben sollten“, schildert Helga Garber ihre anfänglichen Bedenken darüber, woher die knapp 400 000 Euro für die Sanierung kommen sollten. Schnell fanden sich jedoch die Geldgeber, so dass der Turm nach gut drei Jahren der Restauration bereits seit vergangenem Juni im neuen Glanz erstrahlt. Nun stehen Haase und Garber in dem Gemäuer, das noch immer von Balken getragen wird, die aus dem Jahr 1390 stammen. Hierbei soll der Turm neben den Zahrensdorfern auch zahlreiche Besucher erfreuen. „Wir haben uns eine Art Begegnungsstätte vorgestellt. Jeder soll kommen. Groß, Klein, gläubig oder nicht“, sind sich Garber und Haase einig. Ebenso einhellig ist die Meinung über die weitere Geschichte der Kirche. Mit der Instandsetzung der Orgel, über die sich der Sachverständige Friedrich Drese ein Bild gemacht hat, steht gleich das nächste Projekt an, das für eine weitere Aufwertung sorgen soll.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen