Vellahn : Alter Kirchturm in neuer Pracht

Das Gerüst am sanierten Kirchturm ist gefallen.  Fotos: Sven Moritz
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Das Gerüst am sanierten Kirchturm ist gefallen. Fotos: Sven Moritz

Festgottesdienst zum Abschluss der Sanierungsarbeiten in Vellahn

svz.de von
09. November 2014, 22:30 Uhr

Der 9. November diesen Jahres hat der gut 1000 Mitglieder zählenden Kirchgemeinde Vellahn-Pritzier gleich doppelten Anlass zum Feiern gegeben. So konnte am Sonntag nicht nur der Fall der Mauer vor 25 Jahren gewürdigt werden, sondern auch der Abschluss der Bauarbeiten am Turm der Kirche in Vellahn. Mit einem Festgottesdienst im festlich geschmückten Sakralbau von 1885 wurden die Sanierung des Turms offiziell für beendet erklärt.

Pastor Christian Lange freute sich über die zahlreich erschienenen Gemeindemitglieder. “Viele sind heute gekommen, um sich über das bereits Geschaffene zu freuen“, sagte er. Lange dankte ausdrücklich allen an den Sanierungsarbeiten Beteiligten, die dazu beigetragen hätten, dass ein Teil der Gerüste am regionalen Wahrzeichen pünktlich zum 9. November gefallen seien. “Wir hatten Glück mit den vielen helfenden Händen“, betonte er.

Die Bautätigkeit am 48 Meter hohen Turm hatte nach Langes Angaben Ende März begonnen. Im Zuge der Sanierung waren die Flanken des Turmdaches mit Schieferplatten bestückt und zudem das Tragewerk im Inneren erneuert worden. Die Spitze zieren als Turmbekrönung auch wieder eine Kugel und ein Kreuz.

Die Sanierung war erforderlich geworden, weil der Zustand des Turmes trotz des vergleichsweise jungen Alters der Kirche besorgniserregend war. Die Kosten für die Arbeiten am gesamten Turmhelm und am Turmmauerwerk beliefen sich laut Lange auf rund 300 000 Euro. Davon steuerte die Kirchgemeinde 10 000 Euro bei, Geld für das Projekt kam außerdem von der Europäischen Union, dem Land, der Kirche sowie von etlichen Stiftungen.

Zugleich mit dem Turm konnte auch die Turmuhr restauriert und funktionstüchtig gemacht werden. Die Kosten von etwa 18 000 Euro sollten über Privatspenden beglichen werden.

Bischof i.R. Hermann Beste hob in seiner Predigt den 9. November als „besonderen Tag für die Kirche und die Kirchgemeinde“ hervor. Es sei ein „Tag des Dankes und der Freude“, sagte er.

Dass die Arbeiten für den Erhalt eines Gotteshauses zum Ende gekommen seien, sei ein Zeichen dafür, „dass Gemeinde und Kirche eine Zukunft haben werden“, fügte Beste hinzu. Denn wer ein Haus baue, baue auch für die Zukunft.

Pastor Lange zufolge steht bald wieder ein wichtiges Ereignis an: Demnächst sollen die Glocken im Turm montiert werden.

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