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Blitz zerstört Baum zwischen Rosien und Gudow : Alte Solitäreiche vom Blitz "zerfetzt"

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Zerschmettert, zerfetzt liegt die Eiche auf dem Feld zwischen Rosien und Gudow. Ein Blitzeinschlag hat den Baum völlig zerstört. Ein heftiges Gewitter entlud sich am 24. September.

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erstellt am 06.Okt.2012 | 03:10 Uhr

Rosien/Gudow | Zerschmettert, zerfetzt liegt die Eiche auf dem Feld zwischen Rosien und Gudow. Ein Blitzeinschlag hat den Baum völlig zerstört, abgesprengte Teile liegen bis zu einer Entfernung von 70 Metern um sie herum verstreut. Ein heftiges Gewitter entlud sich über der Gemarkung Rosien am 24. September zwischen 8 und 8.30 Uhr. Ein Blitz ließ die ganze Umgebung taghell werden, unmittelbar danach folgte ein lauter Donnerschlag. Es dauerte ein paar Tage, bis sich die Geschichte von der zerstörten Eiche zu Manfred Römer aus Rosien herumgesprochen hatte. Der schaute sich den Baum an und war total fasziniert von diesem Naturereignis. "Ich habe in der Revierförsterei Grünen Jäger angerufen und mit Herrn Hagen gesprochen. Der bestätigte mir, dass er persönlich und auch keiner seiner Kollegen so etwas jemals zuvor gesehen hat", so Römer.

Der Baum, beziehungsweise das was von ihm übrig ist, steht als Solitärbaum auf einer Wiese. Die gehört der Biosphärenreservatsverwaltung in Hitzacker, ist aber an einen örtlichen Landwirt verpachtet. Römer suchte den Kontakt zu Hitzacker, mit der Bitte, doch etwas zu unternehmen, damit nicht Holzdiebe sich an der Eiche bedienen. Er machte dutzende Fotos und schrieb eine Mail an die Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (ehemals Forstlehranstalt). Ihn beschäftigen Fragen zu diesem Ereignis, etwa, wie es möglich ist, dass nicht nur wasserführende Außenschichten, die ja besonders elektrisch leitend sind, sondern auch das Kern- und Splintholz fast völlig zerfasert wurden und welche Energie für diese Sprengung erforderlich war.

In alten slawischen Zeiten hätten sich die Menschen sicher gefragt, womit sie den Zorn des Gewittergottes Perun so herausgefordert haben, dass er ein solches Zerstörungswerk anrichtet. In aufgeklärten Zeiten weiß man, dass es nichts bringt, die "Buchen zu suchen und den Eichen zu weichen", wird man von einem Gewitter überrascht. Das heißt, es bringt schon etwas, sich bei Gewitter nicht unter eine Eiche zu flüchten, aber ein anderer Baum sollte es auch nicht sein. Erwischt es einen in flachem Gelände, ist hinhocken und klein machen das Gebot der Stunde.

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