20 Fragen : Als Rucksack-Tourist durch China

Mit der Kreativ- und Bastelscheune in Zarrentin erfüllte sich Karola Flint 2002 einen großen Lebenstraum.
Mit der Kreativ- und Bastelscheune in Zarrentin erfüllte sich Karola Flint 2002 einen großen Lebenstraum.

Handwerklich begabte Kreativ-Power-Frau Karola Flint aus Zarrentin würde noch mal in der Welt herumreisen

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25. Juli 2015, 15:00 Uhr

 Sie sei schon immer auf  kreativen Spuren gewandelt, gesteht Karola Flint bei einer Tasse Frischgebrühtem unter dem über 80-jährigen Apfelbaum. Seit 2002 lebt und arbeitet die junge Frau  für ihre Kreativ- und Bastelscheune in der Pampriner Straße 7. Einen Wunschtraum, den sie sich nach einem beruflichen Auf und Ab endlich erfüllt habe. Die gebürtige Wittenburgerin wohnt im Haus der Großmutter, das  auf  etwa 1636 datiert wird. Und von ihr und der Familie um- und ausgebaut wurde und wird. Um die Kindheitserinnerungen und das Alte zu bewahren, verrät die gelernte Schuhfacharbeiterin, die auch Schuhdesign in Weißenfels studiert hat. Nach der Wende kam  noch Grafik-Design dazu und die Umschulung zur Werbekauffrau. Alles Tatsachen, die Karola Flint heute in dem Kapitel wichtige Erfahrungen verbucht.

SVZ-Redakteur Thorsten Meier  stellte der 46-Jährigen, die so gerne lacht und lustig ist,  in ihrem geliebten Garten, vom Grün  beschattet, die  Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
 Lebe im Jetzt, hier und Heute. Versuche immer das Beste aus dem Tag zu holen und aus deinem Leben zu machen. Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Da wo wir gerade sitzen. Das ist im Sommer mein Lieblingsplatz. Den Apfelbaum hat noch meine Oma gepflanzt. Den Zaum drumherum habe ich selber gebaut. 

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Während meiner Lehrzeit in Zarrentin in der ehemaligen Schuhfabrik am Band. Das war eine öde Arbeit.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich habe es gespart. Möglichkeiten zum Geldausgeben gab es damals noch nicht viele.

Wo findet man Sie am ehesten?
In meiner Kreativ- und Bastelscheune hinterm Haus. Da bin ich täglich, weil ich jeden Tag arbeite. Ich bin auch gern auf dem Hof. Mein Zuhause ist mir wichtig. Ich bin froh, eines zu haben. In den letzten 25 Jahren haben wir uns all das hier geschaffen. Das ist ein ganz tolles Gefühl, vieles selbst gebaut und angepflanzt zu haben.

Was stört Sie an  anderen?
Unehrlichkeit. Was ich überhaupt nicht ab kann ist, wenn jemand hinterm Rücken quatscht. Immer ehrlich und gerade heraus, so habe ich es am liebsten.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein Opa, der leider nicht mehr lebt. Von ihm habe ich so viel Handwerkliches gelernt. Er ist mein großes Vorbild. Er wäre sicher stolz auf mich, wenn er den Hof heute noch sehen könnte.

Was würden Sie gerne noch können?
Gitarre spielen. Ich übe schon seit mehr als 20 Jahren und es kommt nichts bei raus.

Was bedeutet Ihnen persönlich Glück?
Innere Zufriedenheit. Und, dass meine Welt rund ist, dass alles klappt. Ein gutes Gefühl zu haben bei dem, was man macht. Dass man angekommen ist und angenommen wird. So, wie man ist. Mit allen Ecken und Kanten.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Bob Ross, den Fernsehmaler. Seine Bilder haben mich immer fasziniert. Leider ist er auch schon tot.

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Gemüse, Wurst, Butter und Käse.

Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Griechische Küche, gefolgt von der chinesischen.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf Freunde und den Garten.

Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
In der Welt rumreisen. Zum Beispiel nach Italien. Oder als Rucksack-Tourist durch China, wenn ich noch etwa jünger wäre (seufzt gespielt)

Können Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?
Ruhelos

Wo ist für Sie Heimat?
Dort, wo meine Freunde sind.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten?
Ich bin wunschlos glücklich.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Katrin Schuldt aus Rögnitz. Sie hat dort einen Ziegenhof und ist eine ganz tolle Frau.

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