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Zarrentin : „Als Radfahrer ist man hier weiter im Sperrgebiet“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Zarrentiner Region fühlt sich beim Thema Radwege weiter völlig abgehängt. Stadt und Biosphärenamt fordern auch für den Tourismus einen Neustart

von
erstellt am 21.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Seit Montag läuft er nun auch sichtbar, der Neubau des Radwegs von Waschow in Richtung Wittenburg. Als Teil der lange ersehnten Radwegeverbindung zwischen Wittenburg und Zarrentin wachsen mit dem Bau jetzt lange verschüttete Wünsche in der Zarrentiner Region. Dort fühlt man sich in Sachen Radwege total abgehängt, sowohl in der Stadt als auch im Biosphärengebiet.

In Sachen Radwege ist die Zarrentiner Region seit der Wende deutlich zurückgeblieben. In dem Urteil sind sich Klaus Jarmatz, der Leiter des Biosphärenamtes Schaalsee, Zarrentins Bürgermeister Klaus Draeger aber auch Stefan Behrendt von der Bürgerinitiative „Radwege in der Biosphäre am Schaalsee“ aus Techin überaus einig. „Ich habe das Gefühl, dass das Sperrgebietsdenken nie aufgehört hat. In anderen Gebieten gibt es sehr viele Radwege, nur bei uns nicht. Und es liegt nicht, wie von vielen behauptet,  am Naturschutz, der das verhindert hat.“ Allein zur Radwegeverbindung zwischen Wittenburg und Zarrentin hätte es nach seinen Akten schon seit 1998 Beratungen gegeben. Das Ergebnis sei mehr als dürftig. In die Kerbe schlägt auch Stefan Behrendt von der Bürgerinitiative. Da geht es vor allem um Radwegeanschlüsse des Zarrentiner Ortsteils Testorf. Der Stadt geht es aber auch und ganz besonders um  Radwegeverbindungen ins nahe Schleswig-Holstein. Auch da sieht es finster aus, gibt es nicht einmal Planungen.

Dabei gibt es gute Verbindungen wie z. B. der  Radweg von Zarrentin in Richtung Lassahn. Doch von einem ausgebauten Netz  oder gar Fernverbindungen kann rund um Zarrentin keine Rede sein. Und das ausgerechnet in dem Gebiet mit dem größten touristischen Potential der Region. Wir brauchen auch bei Radwegen einen wirklichen Neustart für die Region und vor allem einen Plan, was in den kommenden Jahren möglich ist. Ich weiß, dass das viel Geld kostet und gerade wir in Zarrentin im Moment sehr viel nachzuholen haben, doch wir wollen bei den Radwegen nicht abgehängt werden. Das verlangen auch die Bürger von mir“, so  Draeger. Wichtigste Forderung der drei: Den Radweg von Wittenburg nach Zarrentin so schnell wie möglich durchgängig bauen. Die Aussichten dafür sind allenfalls vage. Das zuständige Schweriner Straßenbauamt bestätigte vor Tagen nur, dass es zwischen Waschow und Zarrentin Planungen gäbe, man aber keinen konkreten Termin nennen könne. Und auch das jetzt im Bau befindliche Stück von Waschow in Richtung Wittenburg löst die Probleme nicht wirklich. Denn es schließt nur nahe des Abzweigs Ziggelmarks an ein Teilstück an. An der Hauptstraße klaffen dann weiterhin Lücken.

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