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Hagenower Kreisblatt

16. Dezember 2017 | 10:26 Uhr

Boizenburg : Als Mittler der Bürger Kurs halten

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Amtsinhaber Harald Jäschke ist es wichtig, eingeschlagene Wege weiter erfolgreich zu gehen / Stadtoberhaupt kandidiert für dritte Amtszeit

svz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 18:09 Uhr

Eingeschlagene Wege weiter gehen, bereit zu stehen, wenn Anfragen zu einer Gewerbe-Ansiedelung kommen – das sind zwei Punkte, die Harald Jäschke in einer dritten Amtszeit wichtig sind.

Das 58-jährige Stadtoberhaupt kandidiert bei der Bürgermeisterwahl am 12. Oktober ein drittes Mal für dieses Amt. „In meiner Zeit als Bürgermeister sind 800 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden“, schildert er einen Erfolg. Auch die Infrastruktur, und besonders die Straßen, wurden in seiner Amtszeit neu gestaltet. Das jüngste Beispiel ist die Bahnhofsstraße, die Mittwoch kommender Woche offiziell frei gegeben wird. Auch der Werftbereich wurde komplett neu gestaltet, nur ein Gebäude befindet sich noch im städtischen Besitz. „Der Altstadtbereich wurde ebenfalls neu gestaltet“, blickt er auf eine weitere Maßnahme in der Vergangenheit zurück. Es sei ein tolles Gefühl, wenn man die Kommune auf diesem Weg begleiten kann. Auch bei den so genannten weichen Standortfaktoren haben sie in den vergangenen Jahren viel geschafft – so können sie beispielsweise stolz auf das Kino sein. Erst am Freitag war dort das Filmfest Hamburg mit einem Beitrag zu Gast. „Es war die richtige Entscheidung, dass das Kino ausgebaut wurde“, sagt der Bürgermeister. Auch das Naturerlebnisbad wird seit Jahren gut angenommen, kann auf eine Besucherzahl von etwa 15 000 blicken. Zudem konnte die Verschuldung in den vergangenen Jahren von neun auf sechs Millionen Euro zurück gefahren werden. Der Elberadweg ist ebenfalls ein Glücksfall für die Stadt – hier habe sich Boizenburg in der Vergangenheit in vielen Kooperationen engagiert, ist beispielsweise im Projekt „Kurs Elbe“ mit 55 weiteren Kommunen mit an Bord. Hierbei nehmen die Teilnehmer Kurs auf eine weitere touristische Entwicklung der Elbregion, haben schon zwei Elbschifffahrtstage durchgeführt. „Im Elberadweg steckt noch mehr Entwicklungspotenzial“, sagt Jäschke. Vermutlich wegen der vielen Fahrradtouristen haben 2013 in Boizenburg u.a. drei neue Pensionen aufgemacht. Mit Blick auf die Wirtschaft geht Harald Jäschke davon aus, dass es die großen Ansiedlungen, wie es Ende der 90er Jahre der Fall war, nicht mehr geben wird. Dennoch: Die Firmen, die sich in Boizenburg niedergelassen haben, bauen aus, vergrößern sich. „Das ist ein gutes Zeichen für den Standort.“ Wenn jedoch ein Unternehmen auf die Stadt zukomme, habe er im Landkreis auch Partner, um schnelle Genehmigungswege zu schaffen. Und noch eine Sache will er künftig anpacken. „Wir arbeiten daran, dass das Mittelzentrum anders untergliedert wird und auch Boizenburg diesen Status erhält“, erläutert der Verwaltungschef. Bisher gilt die Elbestadt als Grundzentrum. Harald Jäschke ist eigentlich ein Berliner, wurde 1956 in Spandau geboren. 1975 beginnt er im Bezirksamt in Spandau, macht seinen Diplom-Verwaltungswirt. 1986 wohnt er schon in Lauenburg, ist dort als stellvertretender Sozialamtsleiter tätig. 1998 ist er als Beauftragter in der Funktion des Bürgermeisters in Boizenburg tätig. 2000 wählen ihn die Boizenburger in direkter Wahl zum Stadtoberhaupt. Bei dieser Wahl setzt er sich gegen vier weitere Kandidaten durch, 2007 gewinnt er gegen drei andere Kandidaten. Harald Jäschke ist verheiratet, hat zwei Kinder und mittlerweile auch zwei Enkelkinder. „Meine Frau ist meine Mitte und wir geben noch ganz viel Kraft für unsere Familie“, sagt Jäschke. Zu Hause komme er zur Ruhe, tanke dort Kraft, kann sich auf seinem Grundstück in Gothmann mit Blick auf den Elbdeich entspannen. „Ich hatte das Glück, in einer Zeit hier zu sein, wo sehr viel in Bewegung gekommen ist“, sagt er mit Blick auf den Niedergang der Werft, aber auch den Nachfragen von Investoren. Harald Jäschke versteht sich als Mittler der Bürger, und wünscht sich, dass möglichst viele Boizenburger zur Wahl gehen. „Wahlen sind die einzige Möglichkeit, bei denen man seine Meinung ausdrücken kann“, sagt Harald Jäschke.

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