zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 09:53 Uhr

Zarrentin : Alles rund um den Apfel

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Apfeltag in Zarrentin findet wieder regen Zulauf

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2014 | 16:33 Uhr

Kaiser Wilhelm, Graue Herbstrenette oder Francoper Prinz: Das sind nur drei von vielen schönen und wohlklingenden Apfelsorten, die gestern während des 16. Apfeltages im Informationszentrum Pahlhuus in Zarrentin zu begutachten, anzufassen und zu beschnuppern waren. Wie in den Jahren zuvor reisten viele Gäste mit kleinen Körben an, um sich vom Fachexperten Jens Meyer aus Kuhlrade unbekannte Sorten aus dem Garten bestimmen zu lassen.

Auch Johann Böpple aus Drönnewitz ließ sich gemeinsam mit seiner Tochter Kirsten Rühmling sowie Enkeltochter Annika diese einmalige Chance nicht entgehen, dem Pomologen vier ihm unbekannte Apfelsorten vorzustellen. „Auch wenn nur zwei der vier mitgebrachten Früchte namentlich bestimmt werden konnten, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagt Kirsten Rühmling aus Raguth. „Schließlich konnte Jens Meyer ausgerechnet meinen Lieblingsapfel identifizieren, der schon seit vielen Jahren auf der Wiese meines Vaters in Drönnewitz wächst“, ergänzt sie. Gemeinsam mit ihrer Familie wird sie sich nun auf die Suche nach einem Apfelbaum der Sorte „Idared“ machen können.


Aus Hobby ist Leidenschaft geworden


Nach Auskunft von Jens Meyer gibt es keinen Bestimmungsschlüssel für die etwa 2000 bekannten Apfelsorten in Deutschland. Vielmehr würde er viele Sorten einfach wiedererkennen. Grundlage seiner umfangreichen Kenntnisse sei dabei die große Sammlung von etwa 180 Äpfel- sowie 220 Birnensorten auf der alten Bauernstelle, die sich der Experte gemeinsam mit seiner Frau 1997 in Kuhlrade kaufte. „Seinerzeit habe ich mich einfach neben einen erfahrenen Pomologen gesetzt und genauso wie wir heute gemeinsam mit ihm alte Apfelsorten bestimmt. Des Weiteren treffe ich mich mindestens vier bis fünf Mal im Jahr mit anderen Fachleuten in ganz Deutschland, um mich auf diesem Gebiet weiterzubilden“, sagt Meyer. Für den 50-jährigen selbstständigen Tischlermeister ist die Beschäftigung mit dem Thema Apfel oder Birne mittlerweile nicht nur mehr ein schlichtes Hobby, sondern eine große Leidenschaft, die er nun auch schon an Ulrike Giesbier aus Hermannshagen weiterzugeben versucht.

„Zu einem umfassenden Erfahrungsschatz gelangt man eben nicht im stillen Kämmerlein mit zahlreichen Büchern, sondern nur durch den intensiven Erfahrungsaustausch und die Arbeit“, ergänzt Meyer, bevor er sich wieder den wartenden Apfelliebhabern widmet.


Köstlichkeiten von Mus bis Chips


Auch das Rahmenprogramm des 16. Apfeltages am spätsommerlichen Herbstwochenende drehte sich rund um das Obst. So hatten Besucher beim Gut Hermannshagen e.V. die Gelegenheit, sich aus eigenen Äpfeln naturbelassenen Saft pressen zu lassen. Auf dem Apfelmarkt kredenzten die Anbieter ihren Gästen frische Kartoffelpuffer mit Apfelmus, Apfelleberwurst, Apfelkuchen, Apfel-Käse-Baguette, Obstbrand, Apfelchips sowie weitere Köstlichkeiten. Veranstalter des Apfeltages ist der Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. in Kooperation mit der Biosphärenreservatsverwaltung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen