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Hagenower Kreisblatt

23. Oktober 2017 | 17:18 Uhr

Neuhaus : AG: Kleine Imker gesucht

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Imkerverein bereitet Projekt an der Grundschule vor / Auf altem Schulgartengelände sollen Bienen summen

Nach den Herbstferien soll es endlich richtig losgehen. Der Imkerverein Neuhaus hat sich für eine Imker–Arbeitsgemeinschaft an der Grundschule eingesetzt. Der Schulförderverein und auch die Schule selbst seien mit im Boot, meint André Stöckmann, der erste Vorsitzende des Imkervereins, im SVZ–Gespräch. Jetzt ginge es noch darum die Schüler für die AG zu begeistern.

Das alte Schulgartengelände soll dabei als Projektplatz dienen. Der Imkerverein hat es dieses Jahr gepachtet. „Wir haben dann hier erstmal klar Schiff gemacht und das Gelände so hergerichtet, dass es begehbar ist“, so Stöckmann. So seien Bäume gefällt worden, um Platz für eine Blühwiese zu haben. Daneben habe der Verein einen Wanderweg angelegt. Er führe von der Kirchstraße bis zum Sportplatz. „Nicht nur die Schüler sollen etwas davon haben, auch Touristen und Anwohner sollen sich hier informieren und in Ruhe Bienen beobachten können.“ So wurde in der Nähe des Sportplatzes schon eine Bank und ein Bienenschaukasten aufgestellt. Informationstafeln sollen noch folgen.

Und auch weitere Bienenvölker werden auf die neue Blühwiese umgesiedelt. Drei bis vier Völker, so stellt es sich Stöckmann vor, werden dort künftig ein neues zu Hause finden – betreut von den Schülern der Arbeitsgemeinschaft. „Wir sprechen gezielt die dritten und vierten Klassen an. Mit der Grundschule wollen wir starten. Wenn die Schüler dann auf die Oberschule wechseln, soll das Projekt auch dort weitergeführt werden.“

In Zusammenarbeit mit Lehrern möchte der Imkerverein die Kinder zum AG–Start nach den Herbstferien zunächst einmal auf den Umgang mit Bienen vorbereiten. „Zum Beispiel werden wir eine Bienenbehausung für das Frühjahr bauen oder schon mal Honig schleudern.“ Später werde dann aber auch direkt am Volk gearbeitet und sich aktiv mit Bienen beschäftigt. „Natürlich mit speziellen Schutzanzügen für die Kinder“, erzählt Stöckmann.

„Mit der Arbeitsgemeinschaft wollen wir das Interesse für die Bienenhaltung wecken“, erklärt Detlef Dürrbaum, Obmann für Bienenweide. Dabei werde der Verein aber nicht nur in der Schule aktiv. „Wir sprechen auch die Bauern an. Nach dem Motto: Bauer sucht Biene und Biene sucht Bauer.“ Dabei gehe es unter anderem darum, dass die Landwirte auf ihren Flächen Blühstreifen anlegen.

Ein weiteres Projekt des Vereins entsteht gerade auf dem Hof Konau 11, der sich um den Erhalt alter und regionaler Obstsorten kümmert. „Ohne Bienen gibt es keine Äpfel und Birnen, deshalb wollten wir unbedingt bei Konau 11 einsteigen“, so Stöckmann. Zwei Bienenvölker seien dort aufgestellt worden, bis auf vier wolle der Verein noch erweitern. Die Aufsicht dort hat Stephan Beier – von Rautenkranz. „In Konau wollen wir Jungimkern künftig auch einen Arbeitsraum mit Honigschleuder anbieten, damit sie dort mit ihren Waben hingehen können“, erzählt Detlef Dürrbaum. Denn die benötigten Geräte seien aus Edelstahl und teuer. Da kämen schon einmal 2  000 Euro für die Erstausstattung zusammen. „Der Raum soll dann allen Vereinsmitgliedern zugänglich sein – auch um die Jugendarbeit anzuschieben.“

Und um noch mehr auf seine Aktivitäten hinzuweisen plant der Imkerverein wieder einen Stand auf dem Brückenfest, am 3. Oktober. Außerdem können sich Interessierte auf der Internetseite www.imkerverein-neuhaus.de über die laufenden und geplanten Projekte informieren.

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