zur Navigation springen

Verband Sude-Schaale senkt Mengengebühr : Abwasser wird günstiger

vom

Steigende Gewinne, weniger Investitionen. Die Mitglieder des Abwasserzweckverbandes Sude-Schaale können sich auf sinkende Gebühren freuen. Etwa 25 Euro dürfte ein durchschnittlicher Haushalt künftig pro Jahr sparen.

svz.de von
erstellt am 24.Nov.2011 | 09:44 Uhr

Kölzin | Steigende Gewinne, weniger Investitionen. Damit können sich die Mitglieder des Abwasserzweckverbandes Sude-Schaale jetzt auf sinkende Gebühren freuen. Etwa 25 Euro dürfte ein durchschnittlicher Haushalt in der Region künftig pro Jahr sparen, so ein Rechenbeispiel vom Geschäftsführenden Leiter Ralph Rassmann. Die Gründe für "den guten Kurs", der schon in der Vergangenheit für stabile oder sinkende Preise gesorgt habe, erklärte er sogleich auf der Verbandsversammlung am Dienstagabend in den Räumen der Kläranlage Zarrentin in Kölzin.

Eigenkapital steigt seit 2000 stetig

Das Eigenkapital sei seit 2000 stetig gestiegen. Bis 2012 geht Ralph Rassmann von knapp 12 Millionen Euro aus. Geld, das wiederum mehr Zinseinnahmen bringe. Zudem sind laut Wirtschaftsplan bis 2016 keine neuen Kredite vorgesehen. Und laufende Verbindlichkeiten könnten schneller abgebaut werden, allein in diesem Jahr mit etwa 900 000 Euro. 2012 würde damit die Gesamtkreditsumme bei etwas über zwei Millionen Euro liegen. Das bedeutet gleichzeitig weniger Sollzinsen. Hinzu kommt, dass der Verband in den kommenden Jahren weniger in die Anlagen investieren muss. Etwa 250 000 Euro pro Jahr sollen dafür bis 2016 ausgegeben werden.

"Ein Spitzenwert in Mecklenburg-Vorpommern"

Alles in allem ergibt das eine Eigenkapitalquote von knapp 65 Prozent für 2010, was auch Wirtschaftsprüferin Petra Diegelmann im Jahresabschluss bestätigte. "Das steht für eine gute wirtschaftliche Lage des Verbandes", sagte sie. "2012 wollen wir dann eine Quote von 70 Prozent erreichen", beschrieb Ralph Rassmann die Zukunftsaussichten. "Ein Spitzenwert in Mecklenburg-Vorpommern", wenn man bedenke, dass 30 bis 40 Prozent vorgesehen sind. Dass aber langfristig auch wieder Phasen kommen könnten, in denen mehr investiert werden muss, weil zum Beispiel Anlagen überholt oder repariert werden müssen, behalte der Verband weiter im Blick. Diesbezüglich solle so gehaushaltet werden, dass so etwas nicht durch Kredite abgesichert werden muss. "Das würde dann nämlich wieder höhere Gebühren nach sich ziehen."

Jetzt geht es aber erstmal runter mit den Preisen, zumindest mit der Mengengebühr. Statt 2,97 Euro pro Kubikmeter müssen die Mitglieder nun 2,73 bezahlen - 24 Cent weniger. Die Grundgebühr bleibt dagegen gleich, für ein Haus sind das etwa 76,68 Euro pro Jahr.

Sorge bereitet dem Verband dagegen die Kapazität der Kläranlage. "Die nähert sich langsam der Grenze", sagte Ralph Rassmann. "Wenn sich hier mehr Industrie ansiedeln würde, müssten wir vergrößern." Knapp 20 000 Kubikmeter sind 2011 bislang aus den dezentralen Anlagen vom Verband entsorgt worden, 11 250 waren geplant. Diese Ergebnisse seien 2012 nicht wiederholbar. Die Entwicklung der Mengen bleibe nun abzuwarten, je nachdem, wie schnell es mit der Modernisierung der Kleinkläranlagen vorangehe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen