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Vellahner Lehrerin hört auf : Abschied von der Bildungsfront

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Lehrerin Marion Lüdemann geht nach 39 Dienstjahren dieser Tage in den wohlverdienten Ruhestand. Kollegen schätzen sie.

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2017 | 10:49 Uhr

Aufmerksam geht Lehrerin Marion Lüdemann durch ihre 7. Klasse und wirft einen kritischen Blick auf die Lösungen des Naturwissenschaftlichen Wettbewerbes, der am vergangenen Freitagmorgen in den Klassenstufen fünf bis zehn der Regionalen Schule mit Grundschule in Vellahn geschrieben wurde. „Mit diesem Leistungsvergleich wollen wir schon seit vielen Jahren den besten Naturwissenschaftler unserer Schule ermitteln“, sagt Marion Lüdemann. Dabei ist es der erfahrenen Mathematik- und Physiklehrerin sehr wohl bewusst, dass dieser schulinterne Wettbewerb einer der letzten offiziellen Amtshandlungen in ihrer mittlerweile mehr als 39-jährigen Dienstzeit ist. Denn schon in der kommenden Woche wird die 61-Jährige aus dem aktiven Schuldienst ausscheiden und aufgrund ihrer langjährigen Schwerbeschädigung ganz offiziell von ihren Kollegen in die Rentenzeit verabschiedet.

„Ich werde die Vellahner Schule mit sehr gemischten Gefühlen verlassen. Mit einem weinenden Auge, weil mir die Arbeit mit meinen Schülern stets große Freude bereitet hat. Das lachende Auge ist dagegen für die Zeit, die ich nun mehr mit meiner Familie verbringen darf“, berichtet die Pädagogin im SVZ-Gespräch.

Begonnen hat die Karriere der Mathematik- und Physiklehrerin im Jahr 1978 an der ehemaligen Theodor-Körner-Schule in Schwerin, gefolgt von zehn weiteren Schweriner Schulen, bis hin zur Regionalen Schule mit Grundschule in Vellahn, in der sie seit dem Jahr 2005 unzählige Schülerinnen und Schüler erfolgreich zur Mittleren Reife führen durfte. „Der Berufswunsch Lehrer stand bei mir eigentlich schon seit der 5. Klasse fest. Seinerzeit gewann ich als junges Mädchen einen Mathematikwettbewerb, somit wollte ich ab diesem Zeitpunkt nie etwas anderes werden“, schwelgt Marion Lüdemann in längst vergangenen Zeiten. Dabei erinnert sie sich besonders gerne an ihr Studium an der Pädagogischen Hochschule in Güstrow sowie an die vielen schönen Klassenfahrten mit ihren Schülerinnen und Schülern, die sie unter anderem nach Kiew, in die Tschechische Republik oder nach Dresden geführt haben.

Wenn Schulleiter Torsten Booß seine Kollegin Marion Lüdemann am kommenden Dienstag ganz offiziell in die Rente verabschiedet, dann wird es für Pädagogin sicherlich noch einmal sehr emotional. Allerdings freue sie sich schon jetzt, endlich mehr Zeit mit ihrem bereits pensionierten Mann Uwe, den Kindern und Enkelkindern sowie langjährigen Freunden und ehemaligen Schulkameraden verbringen zu können. Auch ihrer großen Leidenschaft, das Reisen quer durch Deutschland und Europa, wird sie in Zukunft noch intensiver frönen können.

„Ich schätze an meiner Kollegin Marion Lüdemann ganz besonders ihren hintergründigen Humor sowie ihre große Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Ohne viele Worte übernahm sie bereitwillig Aufgaben und steuerte im Rahmen unserer Fachschaften regelmäßig kreative Beiträge hinzu“, weiß Lehrer Andreas Schotte über seine Fachkollegin zu berichten. „Ihre Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft waren nicht nur für mich zwei Garanten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit“, ergänzt Lehrerin Kerstin Bruhn, die mit Marion Lüdemann seit 1993 zusammenarbeitet und sie seit dem Studium an der Pädagogischen Hochschule Güstrow kennt.

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